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Sigmar Gabriel will Arbeit künftig nicht über die Familie stellen

Sigmar Gabriel (Archivfoto: Bundestag / Thomas Imo / photothek)

Sigmar Gabriel (Archivfoto: Bundestag / Thomas Imo / photothek)

Sigma Gabriel äußert sich in einem Interview mit dem Stern zum Thema Arbeit und Familie. Der SPD-Chef will der Politik künftig nicht mehr alles unterordnen.

Berlin – SPD-Chef Sigmar Gabriel hat angekündigt, nach der Rückkehr aus seiner Babypause sein Leben nicht mehr komplett der Politik unterzuordnen. “Ich werde nicht mehr 12 bis 16 Stunden am Tag verfügbar und unterwegs sein. Das wird nicht mehr gehen”, sagte Gabriel, der im April Vater eines Mädchens geworden ist, dem Magazin “Stern”.

Als Vater könne er “natürlich nicht mehr jede Veranstaltung mitmachen, das wird nicht jeder verstehen”. Einiges könne er allerdings auch von zu Hause erledigen. In diesem Zusammenhang wies Gabriel Kritik an seiner Medienpräsenz während seiner als Auszeit von der Politik angekündigten Babypause zurück.

Gabriel will von zuhause aus arbeiten

“Man kann Interviews auch am Telefon führen. Und Papiere am Computer schreiben, wenn das Kind schläft”, sagte Gabriel dem stern. “Wohl nur die wenigsten Eltern sitzen monatelang am Kinderbett und warten darauf, dass ihr Baby wach wird. Nachdenken übrigens ist auch mit Kindern durchaus üblich und auch nicht verboten.” Der SPD-Chef sieht es als “eine der ganz großen Aufgaben dieses Jahrzehnts” an, “Arbeit und Leben wieder mehr zu verschränken” und Lebensarbeitszeitmodelle zu entwickeln, die es Arbeitnehmern ermöglichen, ohne Einkommensverluste in bestimmten Lebensabschnitten weniger zu arbeiten. Man müsse sich von der Vorstellung verabschieden, “dass die wöchentliche Arbeitszeit in jeder Lebensphase gleichbleibt und immer nur um höheren Lohn gekämpft wird. Eigentlich ist es ein Kampf um Leben, um Zeit. Zeit ist für viele Menschen eine neue Währung”, so Gabriel. Moderne Sozialpolitik sei deshalb auch Zeitpolitik.

Euroaustritt Griechenlands erleichtert nichts

Gabriel warnte vor der Debatte um ein Ausscheiden Griechenlands aus der Euro-Zone. Wer hoffe, dass danach alles leichter werde, täusche sich. “Das würde den Euro nicht dauerhaft stabilisieren. Und das Land würde auch außerhalb der Euro-Zone ohne Hilfe im Elend verkommen. Das wird niemand zulassen wollen.” [dts Nachrichtenagentur]

Das schreiben Andere über Sigmar Gabriel:

  • RP Online: NRW-FDP-Chef kritisiert SPD-Chef – Lindner nennt Gabriel “Schulhofschläger”
  • Der Westen: Gabriel: Griechenland soll im Euro-Raum bleiben

Sebastian Fiebiger (): Auch wenn ich noch nicht weiß, ob ich dem dicken Grabenkämpfer das glauben soll, ist das Thema an sich doch sehr interessant.

Meines Erachtens hat sich Gabriel damit als Kanzlerkandidat disqualifiziert.

Von einem Kanzler wir quasi die Selbstaufgabe verlangt. Arbeiten bis zum Umkippen, ohne Kompromisse. Leider!


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