Berlin – In den drei mitteldeutschen Ländern Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen feiern die Protestanten am Montag den Reformationstag. Der zentrale Festgottesdienst zum Reformationstag fand in diesem Jahr im thüringischen Eisenach statt. Im Anschluss an den Gottesdienst erhielt der frühere sächsische Oberlandeskirchenrat Harald Bretschneider die diesjährige Martin-Luther-Medaille der Evangelischen Kirche in Deutschland.
Er hatte zu DDR-Zeiten die Aktion “Schwerter zu Pflugscharen” ins Leben gerufen und den Anstoß für die halblegale Herstellung Hunderttausender Aufnäher gegeben, die kritische Jugendliche zu dieser Zeit auf ihren Jacken trugen. Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière würdigte Brettschneiders Engagement in der Jungendarbeit der DDR. Er habe gemeinsam mit anderen die geistigen Mauern ein Stück eingerissen, so de Maizière. Der Reformationstag gilt als Geburtsstunde der evangelischen Kirche. Martin Luther schlug der Überlieferung nach am 31. Oktober 1517 seine Thesen an die Türe der Schlosskirche zu Wittenberg. In den 95 Punkten seiner Erklärung prangerte er unter anderem die Ablasspraxis in der katholischen Kirche an. [dts Nachrichtenagentur]
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