Gesundheit
Medikament gegen Querschnittslähmung auf dem Weg zur Zulassung

ATI355 - Eine Hoffnung für viele Querschnittsgelähmte (Foto: Vernon Wiley / Photos.com)

ATI355 – Eine Hoffnung für viele Querschnittsgelähmte (Foto: Vernon Wiley / Photos.com)

Ein Medikament zur Heilung Querschnittsgelähmter hat eine wichtige Hürde auf dem Weg zu Zulassung genommen. Der Wirkstoff, der mutmaßlich Rückmarksnerven wieder wachsen lassen kann, wird seit mehr als 20 Jahren entwickelt.

Zürich – Ein möglicher Wirkstoff zur Heilung Querschnittgelähmter hat nach mehr als 20 Jahren Forschung eine wichtige Hürde genommen. Das meldet das Nachrichtenmagazin „Focus“. Unter der Kontrolle von Genehmigungsbehörden wie der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA kam die ATI355 genannte Substanz erfolgreich durch die so genannte Phase-eins-Studie.

Damit gilt als bewiesen, dass das Mittel verträglich und frei von gravierenden Nebenwirkungen ist. Entwickler Martin Schwab von der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich sagte „Focus“: „Im Sommer wollen wir mit der Phase zwei beginnen.“ Das ist die Erprobung der Wirksamkeit an Menschen. Den Traum von der Reparatur durchtrennter Rückenmarksnerven soll ein Protein erfüllen, das den von Schwab entdeckten Nerven-Wachstumshemmer „Nogo“ unterbindet.

Noch mindestens zwei Jahre bis zur Zulassung

Finanzier der noch mindestens zwei Jahre dauernden Entwicklung ist der Pharmariese Novartis. Unter den bislang 52 Probanden waren nach „Focus“-Informationen zahlreiche Deutsche. [dts Nachrichtenagentur]

Sebastian Fiebiger: Weltweit sind knapp 3 Millionen Menschen querschnittsgelähmt. Die Medizin arbeitet an verschiedenen Behandlungsmethoden. Die medikamentöse Anregung des Wachstums der Rückenmarksnerven ist nur eine davon. Es wird bspw. auch an Lösungen mit Stammzellen, Nanopartikeln und elektronischer Sensorik gearbeitet.

Ich denke, dass die Medizin dieses Problem innerhalb der nächsten 10-15 Jahre gelöst haben wird. Ich wünsche es mir, für alle Betroffenen.

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  • 🕝 Roland Berger

    Das wird den Sanitätshäusern überhaupt nicht gefallen. An Querschnittsgelähmten wird kräftig verdient und die Krankenkassen werden dadurch stark belastet.

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