• Home
  • Magazin
  • Men
  • Blog
  • Style
  • Finanzen
  • Gesundheit
  • Reise
  • Stars
  • Lifestyle
  • Sport
  • Tech
  • Wissen
  • Fragen

Gesundheit
Studie: Röntgen beim Zahnarzt erhöht Risiko für Hirntumor deutlich

Röntgen beim Zahnarzt

Röntgen beim Zahnarzt erhöht das Risiko für einen Hirntumor (Foto: didesign | Bigstock)

Röntgenaufnahmen beim Zahnarzt erhöhen das Risiko für einen Hirntumor (Meningeom) deutlich. Die Risikoerhöhung ist insbesondere bei jungen Patienten sehr hoch.

Lesezeit: 2 Minuten

New Haven – Zahnärztliche Röntgenaufnahmen erhöhen das Risiko auf die Entwicklung eines Hirntumors. Aus einer Studie der Yale Universität unter Leitung von Elizabeth Claus geht hervor, dass Personen mit einem Hirntumor des Typs Meningeom häufiger eine sogenannte Flügelbissröntgenaufnahme im Zuge einer zahnärztlichen Untersuchung anfertigen lassen mussten als gesunde Personen. Je jünger die Befragten bei dieser Prozedur waren, desto höher liegt die Wahrscheinlichkeit, dass sie an einem Hirntumor erkranken könnten.

Je jünger der Patient, desto höher des Risiko

Bei Personen, die vor dem zehnten Lebensjahr eine solche Untersuchung hatten, stieg das Risiko beinahe um das Fünffache. Die Studie zeigt zwar eine Verbindung zwischen dieser Art der Röntgenstrahlung und einem erhöhten Risiko eines Meningeoms, weist diese jedoch nicht als eine tatsächliche Ursache von Hirntumoren aus. Diese Art des Tumors sei Forschern der University of California in Los Angeles zufolge relativ selten.

Strahlendosis inzwischen verringert

Zudem sei die Strahlenbelastung in Zahnarztpraxen aufgrund neuer Richtlinien und Technologien inzwischen erheblich verringert worden. In der Studie wurden mehr als 1.400 Personen untersucht, bei denen zwischen 2006 und 2011 ein Meningeom diagnostiziert wurde. Zusätzlich wurden 1.350 Teilnehmer befragt, die keine medizinischen Beschwerden hatten, den Patienten jedoch in Bezug auf das Alter, Geschlecht und den Lebensraum ähnelten. [dts Nachrichtenagentur]

Studie: 2012 Sep 15;118(18):4530-7. doi: 10.1002/cncr.26625. Epub 2012 Apr 10. PMID: 22492363 PMCID: PMC3396782 DOI: 10.1002/cncr.26625

Links zur Studie


Medizinjournalist


Bei Korrelationsstudien muss man vorsichtige Schlüsse ziehen. Bspw. muss man fragen, warum diese Patienten häufige Röntgenaufnahmen hatten. Spielen eventuell die schlechten Zähne – und nicht die folgende Behandlung – eine Rolle bei der Entstehung des Tumors? Bei Alzheimer zieht man derzeit bspw. bakterielle Zahnfleischentzündungen als Ursache in Erwägung.

Im Artikel erwähnte Experten:

Elizabeth Claus, PhD, MD – Professorin für Biostatistik, Dicector Medical Research, Yale Universität

Dein Kommentar:
« Studie: Fettleibigkeit und Diabetes können ungeborene Kinder beeinträchtigen
» Bundesländer fürchten den europäischen Fiskalpakt