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Gesundheit
Vorsorge: Darmspiegelung mit geringer Resonanz

Weniger als drei Prozent der Berechtigten gehen zur Untersuchung

Seit 2002 können sich alle Deutschen ab dem 56. Lebensjahr auf Kassenkosten zur Krebsvorsorge den Darm spiegeln lassen, aber weniger als drei Prozent der Berechtigten nehmen dies bisher wahr. Der Internist und Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, Dr. med. Axel Munte registriert es im Gespräch mit dem Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau enttäuscht: „Die Menschen neigen dazu, den Kopf in den Sand zu stecken“, sagte er.

Bei denen, die das Angebot wahrnehmen, wird immerhin in jedem vierten Fall mindestens ein Darmpolyp gefunden und entfernt. Diese anfangs harmlosen Gewächse können zu Krebs entarten. Bei 65 000 Untersuchungen in Bayern wurde rund 600-mal ein schon bestehender Darmkrebs entdeckt. Munte weist darauf hin, dass die Darmspiegelung heute kaum belastend ist: „Sie sehen das auch daran, dass etwa in meiner Praxis die Hälfte aller Untersuchten auf Beruhigungs- und Schmerzmittel verzichtet.“

Das Apothekenmagazin Apotheken Umschau 12/2005 A liegt in den meisten Apotheken aus und wird kostenlos an Kunden abgegeben.

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