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Gesundheit

Haustiere: Zecken im Frühjahr besonders gefährlich

(ddp direct) Leverkusen, 07. April 2010 – Jeder fünfte dieser Tage auf Beute wartende Holzbock ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts mit Borreliose-Erregern infiziert und damit eine potenzielle Gefahr für Mensch und Hund.

Es sind die ausgewachsenen Zecken, die nach dem langen Winter bei wieder steigenden Temperaturen ein warmblütiges Opfer suchen, um vor der Paarung und Eiablage noch einmal Blut zu saugen. Hunde, die durch Wiesen und Wälder streifen, sind diesen Zeckenangriffen besonders ausgesetzt.

Tierärzte diagnostizieren immer häufiger Borreliose

Fast jeder Tierarzt in Deutschland hat schon einmal Borreliose bei einem Hund diagnostiziert. Aber auch die durch die Auwaldzecke übertragene Babesiose tritt in Deutschland immer häufiger auf. Darauf lassen die Ergebnisse zweier Tierarztbefragungen schließen, die Bayer Vital im Abstand von zwei Jahren zur klinischen Relevanz von parasitenübertragenen Erkrankungen des Hundes (Canine Vector-Borne Diseases, CVBD) durchgeführt hat. Die nächste Wiederholung der Befragung ist zum Saisonende 2010 geplant.

Der bisherige Trend ist eindeutig: Viele Tierärzte sehen eine Zunahme der Krankheitsfälle. So lag der Anteil der befragten 109 Tierärzte, die im Jahr 2008 durch blutsaugende Parasiten übertragene Krankheiten selbst diagnostiziert haben, bei 90 Prozent für Borreliose (2006: 87 Prozent), 64 Prozent für Leishmaniose (53 Prozent), 42 Prozent für Babesiose und Ehrlichiose (37 bzw. 41 Prozent) sowie 16 Prozent für die Herzwurmerkrankung (15 Prozent). Im Gegensatz zu Borreliose und Babesiose kommen Leishmaniose (Überträger: Sandmücken), Ehrlichiose (Überträger: Braune Hundezecke) und Herzwurm-Erkrankung (Überträger: Stechmücken) vor allem in Südeuropa vor. Sie gelangen durch Urlaubsreisen mit dem Hund oder den Import von Tieren aus diesen Regionen nach Deutschland.

Babesiose

Obwohl die Borreliose 2008 am häufigsten auftrat, stuften 50 Prozent der befragten Tierärzte die Babesiose als problematischste CVBD-Erkrankung ein. Der Erreger, ein nicht-bakterieller Einzeller namens Babesia canis, befällt die roten Blutkörperchen, vermehrt sich in ihnen und zerstört sie. Im Verlauf der Krankheit kann es zu Blutarmut und Fieber kommen, später zu Gelbsucht und lebensbedrohlichem Organversagen. Von den 92 in der Umfrage dokumentierten Babesiose-Fällen verliefen acht (neun Prozent) tödlich. Die Babesiose erscheint den Tierärzten unter anderem deshalb so gefährlich, weil sich der Überträger, die Auwaldzecke, relativ schnell in Deutschland verbreitet hat. Inzwischen wird die Zeckenart vor allem in Süddeutschland, entlang des Rheins und in Brandenburg gefunden. Zudem gibt es in Deutschland weder eine Impfung gegen Babesiose noch ein zugelassenes Medikament zur Behandlung.

Umso dringlicher raten Tierärzte zur Prävention. Für 95 Prozent der befragten Tierärzte heißt Prävention neben bestimmten Verhaltensmaßnahmen vor allem die Bekämpfung der Überträgerparasiten. Dr. Regina Thomas empfiehlt spätestens ab März die regelmäßige Anwendung eines repellierenden Parasitenmittels, das Zecken abschreckt und tötet, bevor sie stechen können. „Wenn die Zecke nicht zum Saugen kommt, können auch keine Krankheitserreger ins Blut des Hundes übertragen werden“, erläutert die Tierärztin. Das ideale Mittel wirke zudem nicht nur gegen Zecken, sondern gegen alle relevanten Blutsauger, wie Zecken, Mücken, Flöhe und Stechfliegen.

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