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24/7 Newsticker

Japan aktuell: Atomkraftwerk Fukushima 1 vor Super GAU (Live Ticker)

Update: Unsere aktuelle Berichterstattung zu Japan finden Sie hier

Letzte Aktualisierung: 07.04.2011 -21:00 Uhr

20:30 Neues Erdbeben ohne Auswirkungen auf AKW Fukushima 1

Nach bisherigen Erkenntnissen hatte das heutige Erdbeben keine Auswirkungen auf das havarierte Atomkraftwerk Fukushima 1. Zwar seien die Mitarbeiter kurzfristig in Sicherheit gebracht worden. Aber bislang konnte man keine erhöhte Strahlung oder andere Verschlechterung der Lage feststellen. Inzwischen werden die Arbeiten am Kraftwerk fortgesetzt. Die zuvor ausgerufene Tsunami-Warnung wurde inzwischen widerrufen.

20:10 Morgen kommt der Regen

Ab morgen könnte es in der Katastrophenregion an der japanischen Küste regnen. Regen gilt als ungünstig für die Umgebung des havarierten Kraftwerks. Radioaktive Partikel werden „ausgewaschen“ und dringen mit dem Niederschlag in das Erdreich ein. (sog. Wash Out) So ist auch das Grundwasser in Gefahr.

19:55 Tepco-Chef kehrt zurück

Der vor etwas mehr als einer Woche ins Krankenhaus eingelieferte Chef des Kraftwerkbetreibers Tepco ist zurückgekehrt. Shimitsu hatte sich schon vor seinen gesundheitlichen Schwierigkeiten aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und war dafür kritisiert worden. In ärztlicher Behandlung war er wegen Schwindelgefühlen und Bluthochdruck.

19:40 Pazifik noch immer starkt verseucht

Das Meerwasser vor dem außer Kontrolle geratenen AKW Fukushima 1 ist noch immer stark verseucht. Messungen vom gestrigen Tag ergaben eine Überschreitung des zulässigen Grenzwerts um rund das 140.000-fache. Im Vergleich zu den Werten vom Wochenende – am Samstag wurde eine Grenzwertüberschreitung um das 7,5-Millionen-fache gemessen – entwickelt sich die Radioaktivität des Meerwassers aber weiter nach unten. Experten führen das auf das Schließen des Lecks im Turbinengebäude zurück. Durch einen 20 Zentimeter großen Riss konnte hoch-radioaktives Wasser entweichen. Nach zwei erfolglosen Versuchen mit Zement und Kunstharz konnte man das Leck schließlich mit Flüssigglas schließen.

Atomkraftwerke in Japan - Fukushima (Grafik: Sahua | Dreamstime.com)

Atomkraftwerke in Japan – Fukushima (Grafik: Sahua | Dreamstime.com)

11:41 Aktuell keine Explosionsgefahr in AKW Fukushima 1

Tepco, der Betreiber des havarierten Atomkraftwerks Fukushima 1 hat heute noch einmal zur geplanten Stickstoff-Einleitung Stellung genommen. Die Aktion sei eine reine Vorsichtsmaßnahme. Die Explosionsgefahr wäre „extrem gering“. Gestern war durch die Ankündigung der Maßnahme offenbar der Eindruck entstanden, dass Reaktor 1 unmittelbar vor einer neuen Knallgasexplosion stünde. Mögliche Folgen einer solchen Explosion wären weitere Schäden am Reaktor sowie die erneute Freisetzung von großen Mengen radioaktiven Materials. (Anm.d.Red.: Die Leserkommentare auf japanischen Websites gleichen denen bei uns – man traut Tepco nicht mehr und jedes Statement wird als Anlass für Spekulationen genommen. Man vermutet automatisch die „Story hinter der Story“)

Die Maßnahme der Stickstoffeinleitung soll in den kommenden Tagen auf die Reaktoren 2 und 3 ausgeweitet werden.

11:34 Edano: Reaktoren stabilisieren sich, aber keine Entwarnung

Japans Regierungssprecher Edano sprache heute davon, dass sich die Lage am AKW Fukushima 1 auf Basis der verfügbaren Daten stabilisiere. Allerdings sei man noch nicht „über den Berg“.

11:05 Rückkehr in Evakuierungszone

Die japanische Regierung erwägt, den Anwohnern eine Rückkehr in die Evakuierungszone zu erlauben. Dabei handele es sich aber nur die Erlaubnis zu einem kurzen Aufenthalt, um Wertgegenstände und Erinnerungsstücke zu bergen. Derzeit prüfe man Maßnahmen zur Sicherung der Aktion.

Rund um das Atomkraftwerk gilt noch immer eine 20-Kilometer-Zone, die komplett evakuiert ist. Innerhalb eines 30-Kilometer-Radius setzt man auf Freiwilligkeit. Den Anwohnern wird empfohlen, entweder in den Häusern zu bleiben oder das Gebiet komplett zu verlassen.

10:34 Drohne soll Strahlung überwachen

Tepco will eine amerikanische Drohne einsetzen, um die Strahlung in hoch-radioaktiven Arealen des Kraftwerksgeländes zu überwachen. Das kleine unbemannte Flugzeug vom Typ T-Hawk soll vor allem zur Überwachung der Abklingbecken eingesetzt werden. Diese kühlt man derzeit mit Wasser, das von außen eingesprüht wird. Aufgrund der hohen Verstrahlung im Umfeld, ist es aber nicht möglich, den Füllstand zu prüfen, so dass die Becken überlaufen könnten. Das Mini-Flugzeug könnte den erforderlichen Status liefern.

18:36 Fukushima schlimmer als Tschernobyl

Auf Basis der aktuellen Lage kommen Experten zu unterschiedlichen Einschätzungen, was Schwere und Auswirkung der Atomkatastrophe in Japan angeht.

So äußerte sich heute Wolfgang Weiss von UNSCEAR – einem Ausschuss der Vereinten Nationen, der sich mit den Auswirkungen radioktiver Strahlung beschäftigt – zu den Vorgängen in Fukushima. Weiss hält die Nuklearkatastrophe für das zweitschlimmste Ereignis seit der kommerziellen Nutzung der Atomenergie. Der Experte verweist allerdings auch darauf, dass die Krise noch nicht ausgestanden sei und eine Einschätzung daher immer nur vorläufig seien könne.

Die deutsche „Gesellschaft für Strahlenschutz“ gab ebenfalls eine Bewertung der Lage ab. Sebastian Pflugbeil, Präsident der Gesellschaft, befürchtet gesundheitliche Folgen, die die von Tschernobyl noch übertreffen werden. Allein die höhere Bevölkerungsdichte vergrößere den Kreis der Menschen, die unter den gesundheitlichen Folgen leiden könnten. Bis zu 40-mal mehr Menschen könnten in Japan betroffen sein.

18:20 Erneut Plutonium gefunden

Tepco teilte heute mit, dass in Bodenproben vom Gelände des Kraftwerks in Fukushima erneut Plutonium gefunden wurde. Die Proben stammen aus der vergangenen Woche und weisen laut Tepco nur geringen Konzentrationen des hochgiftigen Stoffs auf. Die Funde stellen – so Tepco – keine Gesundheitsgefahr dar. Die Partikel stammen aus sogenannten MOX-Brennstäben, die in einem der Fukushima-Reaktoren eingesetzt wurden und zur Effizienzsteigerung neben Uran auch Plutonium enthalten.

18:10 AKW Fukushima 1: Stickstoffeinleitung hat begonnen

Die geplante Einleitung von Stickstoff in den Reaktor 1 des havarierten Atomkraftwerks Fukushima 1 hat begonnen. Man versucht damit, die Explosionsgefahr durch freigesetzten Wasserstoff zu mindern. Eine unmittelbare Explosionsgefahr besteht laut Auskunft der japanischen Behörden aber nicht. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme, die mehrere Tage in Anspruch nehmen könne.

17:40 Russland stoppt Fischimport

Nachdem Indien als erstes Land ein vollständiges Importverbot für Lebensmittel aus Japan verhängt hatte, reagiert auch die russische Regierung auf die Vorfälle in Fukushima. Man stoppt sämtliche Fischimporte aus Japan. Das dürfte die sowieso schon gebeutelte Fischindustrie Japans schwer treffen. Russland hat in den vergangen Jahren in erheblichem Maße Fisch aus Japan importiert.

Fischer hatten in den vergangenen Tagen vor allem den Kraftwerksbetreiber Tepco für ihre Einnahmeverluste verantwortlich gemacht. Die Bevölkerung sei nach Berichten über hohe Radioaktivität im Meer so vorsichtig, dass der Fang derzeit nahezu unverkäuflich sei. Man forderte den Kraftwerksbetreiber dazu auf, die nicht verkaufte Ware zu bezahlen.

13:49 AKW Fukushima 1: Verseuchung des Meerwassers sinkt

Die Radioaktivität im Meerwasser vor dem havarierten Atomkraftwerk Fukushima 1 ist offenbar gesunken. Heutige Messungen ergaben eine Strahlung, die den zulässigen Grenzwert um das 280.000-fache überschreitet. Noch am Wochenende wurde der Grenzwert um das 7,5-Millionen-fache überschritten. Möglicherweise ist der Rückgang der Konzentration an radioaktiven Partikeln im Meerwasser eine erste Auswirkung der Reparaturarbeiten um Leck des Kraftwerks. Es war in der Nacht zum heutigen Tage gelungen, das Lecke mit Flüssigglas zu schließen. Zwei vorangegangene Versuche mit Zement und Kunstharz waren gescheitert.

Die Strahlungswerte sind allerdings nach wie vor sehr hoch. In der Vorwoche etwa betrugt die Überschreitung des Grenzwerts nur das 2000- bis 4000-fache.

13:25 Japanische Regierung überdenkt Grenzwerte

Die japanische Regierung überdenkt offenbar die geltenden Grenzwerte für Anwohner in der Nähe von Kraftwerken. Die derzeitigen Grenzwerte von 10 bzw. 50 Millisievert seien für den Fall festgelegt worden, dass Bewohner nur kurze Zeit radioaktiver Strahlung ausgesetzt sind. Da das Umfeld des Atomkraftwerks Fukushima 1 aber längere Zeit strahlen werde, seien diese Grenzwerte viel zu hoch.

Bei 50 Millisievert ist aktuell eine Evakuierung vorgesehen, während man bei 10 Millisieviert die Empfehlung ausspricht, in den Häusern zu bleiben. Eine Strahlung von 10 Millisievert pro Stunde dauerhaft bedeutet, dass ein Mensch das 40.000 – 80.000-fache der normalen Jahresdosis aufnimmt. Schwere gesundheitliche Schäden sind bei einer so hohen Strahlendosis wahrscheinlich.

12:44 Indien stoppt sämtliche Lebensmittelimporte aus Japan

Indien hat als erstes Land alle Lebensmittelimporte aus Japan gestoppt. Zuvor hatten viele Nationen Exportbeschränkungen für Lebensmittel aus der Region rund um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima verhängt. Der indische Komplettboykott gelte zunächst für drei Monate, es seie denn, die Lage bessere sich nachweislich. Man hat mit der Regelung vor allem den Schutz der eigenen Bevölkerung im Sinn.

11:14 Angst vor Wasserstoffexplosion im Atomkraftwerk

Nachdem die Brennstäbe in Reaktor 1 wieder zeitweise trocken lagen und sich stark erhitzt haben, befürchtet man, dass sich im Reaktorgebäude Wasserstoff angesammelt hat. Dieser könnte – wie schon am Anfang der Katastrophe – zu einer Knallgas-Explosion führen, die weitere Zerstörungen am Reaktor verursachen könnte. Vermutlich würde eine solche Explosion auch erneut große Mengen an radioaktivem Material freisetzen. Um eine Wasserstoffexplosion zu verhindern, will man noch heute damit beginnen, Stickstoff in das Gebäude einzuleiten. Auch die Reaktoren 2 und 3 werde man möglicherweise mit dieser Methode zu schützen versuchen.

In der Vergangenheit war Kritik daran laut geworden, dass der Kraftwerksbetreiber Tepco auf die Installation eines Wasserstoffvernichtungssystems in seinen Reaktoren verzichtet hat, obwohl ihm das beispielsweise von deutschen Unternehmen angeboten worden war.

11:20 AKW Fukushima 1: Leck abgedichtet

Die Bemühungen, den in der vergangenen Woche im havarierten Atomkraftwerk Fukushima 1 entdeckten Riss zu schließen, waren endlich erfolgreich. Bereits gestern hatte man einen Teilerfolg gemeldet, der zu einer deutlichen Reduktion der Menge an austretendem radioaktiven Wasser geführt hatte. Heute sei das Leck vollständig geschlossen worden. Es entweiche kein radioaktives Wasser mehr.

Aus dem Riss in der Betonwand eines Versorgungsschachts im Turbinengebäude war hoch-belastetes Wasser ausgetreten, dass vermutlich im Boden unter dem Kraftwerkskomplex versickerte.

Die Regierung hatte wiederholt Druck auf den Kraftwerksbetreiber Tepco ausgeübt, das Leck so schnell wie möglich zu schließen. Nach erfolglosen Versuchen mit Zement und Kunstharz, war man letztlich mit Flüssigglas erfolgreich. Es wird vermutet, dass das Atomkraftwerk noch weitere Lecks hat, die radioaktive Stoffen in das Meer und in den Boden freisetzen.

Tepco erwägt, sämtlich Auslässe des Kraftwerks mit Stahlplatten zu verschließen, um der Freisetzung radioaktiver Stoffe durch weitere Lecks zuvor zu kommen.

16:57 Kanada: Radioaktivität aus AKW Fukushima im Trinkwasser

In Vancouver (Kanada) wurden radioaktive Partikel, die aus dem japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1 stammen, im Trinkwasser gemessen. Das Gesundheitsministerium und die japanischen Behörden beschwichtigen zwar und spielen die möglichen Gesundheitsgefahren herunter. Rund eine Woche nach dem Unglück hat die Konzentration an radioaktivem Jod-131 mit 12 Becquerel pro Liter allerdings den kanadischen Grenzwert für Trinkwasser von 10 Becquerel pro Liter überschritten. Offenbar ohne, dass die Bevölkerung darüber informiert wurde. Aktuell länge der Wert nur noch bei 3,4 Becquerel pro Liter.

Kommentare:
  • Luka

    Das wird und wird nicht besser. Ich denke, man muss sich endlich eingestehen, dass diese Katastrophe größer ist als der Super GAU in Tschernobyl.

  • Anonymous

    Ist die Kühlung mit Stickstoff eine nachhaltigen Maßnahme oder wieder nur eine Möglichkeit etwas Zeit zu gewinnen? Wie viel Stickstoff braucht man und ist was getan um eine Nachhaltigkeit zu gewähren. An die Reaktoren kommt man auf Grund der Hitze nicht ran ganz zu schweigen wegen der Strahlung. Wurde schon was getan um die Arbeiter dort effektiver zu schützen. Ich verzichte gern auf Katastrophenmeldungen!! Wie geht es vorran?

  • Sebastian (Redaktion)

    Der Stickstoff wird nicht zur Kühlung eingesetzt. Damit will man nur verhindert, dass es zu einer Knallgas-Explosion kommt.

    Eine nachhaltige Kühlung ist erst möglich, wenn das normale Pumpsystem wieder funktioniert. Wann und ob das der Fall sein wird, kann momentan wohl niemand sagen.

  • Ama

    Ich hatte Anfang dieses Jahres einen Flug für Ende April nach Japan gebucht.

    Jetzt ist die Frage fliegen oder nicht fliegen…

  • Anonymous

    Physiker @ Sebastian

    Meines Wissens ist in Tschernobyl Flüssigstickstoff zur Kühlung nach der Katastrophe eingesetzt worden. Ich gehe davon aus, dass auch hier Flüssigstickstoff eingesetzt wird. Wird der Stickstoff in den Druckbehälter eingeleitet? Im defekten Gebäude macht es wohl kaum Sinn, da der Wasserstoff ohnehin nach oben entweicht. Möglicherweise wird die Kernschmelze mit Stickstoff gekühlt, da das Wasser gleich wieder unten herausläuft. Dann müssten jetzt die Strahlungswerte in der Luft steigen.

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