CIA-Studie
BRD hätte innerhalb eines Jahres Atombomben bauen können

Die nukleare Bedrohung ist zurück

Die nukleare Bedrohung ist zurück (Foto: meawnamacat | Shutterstock)

Langley (dts Nachrichtenagentur) – Nach Einschätzung des US-Geheimdienstes CIA hätte die Bundesrepublik im Kalten Krieg „innerhalb eines Jahres“ eine Atomwaffe herstellen können. Rund sechs Jahre hätte es gebraucht, um nuklearwaffenfähige Raketen zu stationieren, die die Sowjetunion hätten erreichen können, so die CIA-Studie „Westdeutsche Fähigkeiten und Absichten zur Produktion und Stationierung von Nuklearwaffen“ von 1966, die William Burr von der privaten Organisation National Security Archive jetzt veröffentlicht hat. Der „Spiegel“ berichtet darüber.

Agenten überwachten jeden Schritt

Die US-Amerikaner schätzten, dass westdeutsche Kernkraftwerke schon 1970 rund tausend Kilogramm Plutonium pro Jahr hätten produzieren können, genug für über hundert Atomwaffen. Auf der Tagesordnung stand damals aber der Abschluss eines Atomwaffensperrvertrags – und die US-Amerikaner beobachteten aufmerksam mögliche Atomwaffenstaaten. Immerhin bezweifelte Washington den Willen Bonns zum Bau einer eigenen Bombe. Laut CIA unternahmen eigene Agenten sowie die rund 20.000 sowjetischen Spione in der Bundesrepublik „große Anstrengungen“, um jeden Schritt in diese Richtung aufzudecken.

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