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24/7 Newsticker
Bericht: EZB drängt Banken zum Abbau fauler Kredite

EZB, über dts Nachrichtenagentur

Foto: EZB, über dts Nachrichtenagentur

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Die Bankenaufseher der Europäischen Zentralbank (EZB) erhöhen laut eines Zeitungsberichts den Druck auf die Kreditinstitute beim Abbau ihrer faulen Kredite. Die EZB habe bei ihren jährlichen Aufsichtsgesprächen mit den Geldhäusern konkrete Erwartungen geäußert, bis wann diese ihre bestehenden Problemkredite vollständig wertberichtigt haben sollen, berichtet das „Handelsblatt“ (Donnerstagsausgabe) unter Berufung auf mehrere mit dem Sachverhalt vertraute Personen. Das Besondere daran: Die Notenbank lege den Informationen zufolge unterschiedliche Maßstäbe an.

Banken mit einem geringen Anteil notleidender Kredite sollen diese Darlehen schneller abschreiben als Banken, bei denen viele Schuldner in Verzug geraten sind. Die EZB habe die Banken dazu in drei Gruppen eingeteilt, berichtet die Zeitung weiter. Die Banken aus der besten Gruppe sollen den Wert von Krediten, die unbesichert und mindestens seit zwei Jahren faul sind, bis 2023 vollständig abschreiben. Kredite, die zwar besichert, aber seit mehr als sieben Jahren faul sind, sollen bis 2024 vollständig abgeschrieben werden. Die Banken aus der schwächsten Gruppe sollen diese Ziele jeweils erst zwei Jahre später erfüllen, also die unbesicherten Kredite bis 2025 wertberichtigen und die besicherten Darlehen bis 2026, berichtet das „Handelsblatt“. Eine Sprecherin der Notenbank habe die Informationen nicht im Detail kommentiert, sondern auf Anfrage auf eine Aussage vom vergangenen Juli verwiesen. Darin hatte die EZB mitgeteilt, dass ihre Erwartungen an die einzelnen Banken auf „einem Benchmarking vergleichbarer Banken“ beruhe, das sich „an den aktuellen Quoten notleidender Kredite und den wesentlichen finanziellen Merkmalen der einzelnen Banken“ orientiere. Die Banken in der Euro-Zone leiden seit der Finanzkrise unter einem hohen Berg fauler Kredite. Dieser ist in den vergangenen Jahren zwar gesunken, gilt mit zuletzt 628 Milliarden Euro aber immer noch als viel zu hoch.

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