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24/7 Newsticker

Bericht: Fast zwei Millionen Deutsche sind tablettensüchtig

Medikamentenmissbrauch

Massenphänomen Medikamentenmissbrauch (Foto: Benedek Alpar | Bigstock)

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach neuen Zahlen der Bundesregierung sind deutschlandweit 1,96 Millionen Menschen abhängig von Medikamenten wie Schmerzmittel, Schlaftabletten und Aufputsch-Pillen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion hervor, über die die „Bild-Zeitung“ (Donnerstagsausgabe) berichtet. 1,6 Millionen Patienten seien demnach aktuell süchtig nach Schmerzmitteln, weitere 361.000 abhängig von Schlafmitteln.

Ältere Männer und jüngere Frauen

Dies zeigten bisher unveröffentlichte Zahlen des Sucht-Surveys 2018, über den die Zeitung berichtet. Demnach seien überwiegend ältere Männer und jüngere Frauen tablettensüchtig. 4,9 Prozent der Männer über 60 Jahren seien abhängig von Schmerzmitteln. Bei Frauen zwischen 18 und 20 Jahren liege dieser Anteil bei 3,4 Prozent. Unter Frauen im Alter von 40 bis 49 Jahren seien 4,5 Prozent süchtig nach Schmerzmitteln, berichtet die Zeitung weiter. Von Schlafmitteln seien besonders häufig junge Menschen abhängig: vor allem Männer zwischen 21 und 24 Jahren (1,8 Prozent). Die durch Medikamentenmissbrauch entstehenden volkswirtschaftlichen Folgekosten schätzt die Bundesregierung unter Berufung auf die Bundesärztekammer auf rund 14 Milliarden Euro pro Jahr.

Warnhinweise auf Tablettenpackungen

Erst seit einem Jahr gibt es auf Schmerzmittel-Packungen deutliche Warnhinweise, die Tabletten ohne ärztlichen Rat längerfristig einzunehmen. Doch die Opposition im Bundestag fordert mehr Engagement im Kampf gegen Medikamenten-Abhängigkeit: „Die Regierung betreibt weder eine wirksame Aufklärungs- und Präventions-Strategie, noch greift sie gegen die illegale Produktion und den illegalen Handel mit Medikamenten durch“, sagte der drogen- und suchtpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Wieland Schinnenburg, der „Bild-Zeitung“. Er fordere die Bundesregierung auf, „hier endlich zu handeln und eine klare Strategie gegen den Missbrauch von legalen und illegalen Medikamenten zu entwickeln“, so Schinnenburg weiter.

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