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Bildungsministerin will Geschichts-Lehrplan nicht ändern

Abgeschlossenes Schultor, über dts Nachrichtenagentur

Foto: Abgeschlossenes Schultor, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) sieht keinen Bedarf, im Schulunterricht stärker auf positive Aspekte deutscher Geschichte einzugehen. „Ich glaube nicht, dass man da was forcieren muss, indem man positive Dinge besonders herausstellt“, sagte sie der „Welt“. Es sei „rätselhaft, an wen sich die Versuche des Geschichtsrevisionismus der AfD richten“, sagte Karliczek.

„Die jungen Menschen schütteln da doch den Kopf und nutzen lieber ihre heutigen Chancen.“ Die Auffassung, dass es ein „zu viel“ an Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus in der Schule geben könne, teile sie nicht, sagte die Ministerin: „Denn über die Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus und dessen Verbrechen wird immer auch Toleranz als Kernelement einer Gesellschaft vermittelt.“ Es mache sie nachdenklich, „wie wenig tolerant wir in unserer Gesellschaft teilweise geworden sind“. Karliczek bekräftigte ihre Forderung, den fächerübergreifenden Unterricht auszuweiten. „Ich plädiere nicht dafür, Fächer abzuschaffen“, sagte sie. „Aber ich plädiere dafür, dass man den Kindern zeigt, dass getrennte Fächer verschiedene Sichtweisen auf die gleiche Materie bieten, wie ein Haus, in das man aus verschiedenen Fenstern hineinsehen kann.“ In einer Zeit, in der man Wissen leicht organisieren könne, würde es wichtiger, „mit Inhalten richtig umzugehen, einen Kontext zu finden“.

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