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Bofinger: „Konsumlaune der Deutschen wird nicht sprunghaft steigen“

Frau mit Einkaufstasche, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Frau mit Einkaufstasche, über dts Nachrichtenagentur

Würzburg (dts Nachrichtenagentur) – Der Ökonom und ehemalige sogenannte Wirtschaftsweise der Bundesregierung, Peter Bofinger, bezweifelt, dass die von Bund und Ländern beschlossenen Lockerungen des Corona-Lockdowns zu einem starken Anstieg der Binnennachfrage führen wird. „Die Konsumlaune der Deutschen wird nicht sprunghaft steigen“, sagte Bofinger dem Nachrichtenportal T-Online. Viele Menschen seien „weiter stark verunsichert. Auch wenn die Geschäfte nun teilweise wieder öffnen dürfen, ist es deshalb unwahrscheinlich, dass sie viele Verbraucher Einkäufe nachholen“, so der Ökonom weiter.

Auch deshalb werde sich die Wirtschaft nur langsam erholen. Besonders betroffen bliebe der Mittelstand. „Die Coronakrise ist im Mai nicht einfach vorbei“, so Bofinger. Mit Blick auf die bereits beschlossenen Hilfspakete sagte er: „Gerade mittelständischen Unternehmen sollte der Staat deshalb mehr Eigenkapital und nicht nur Liquiditätshilfen bereitstellen.“ Grundsätzlich begrüßte der Ökonom, dass Bund und Länder mit den jüngsten Beschlüssen eine Exit-Strategie aufzeigten. „Die Lockerungen gehen in die richtige Richtung“, sagte er. Ratsam wäre jedoch, nun an verschiedenen Orten zu „testen“, welche konkreten Maßnahmen bei der Bekämpfung des Coronavirus Erfolg versprechen – und welche dauerhaft gelockert werden könnten. „Um zu lernen, wie wir die Infiziertenzahlen langfristig in den Griff bekommen, braucht es nun ein regional unterschiedliches Vorgehen“, sagte Bofinger dem Nachrichtenportal T-Online.

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