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Bundesländer unterhalten 58 Repräsentanzen zur Standortwerbung

Ruhrgebiet, über dts Nachrichtenagentur

Foto: Ruhrgebiet, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesländer unterhalten derzeit 58 Repräsentanzen im Ausland, mit denen sie um Firmenansiedlungen werben. Für dieses Standortmarketing gaben sie 2017 mehr als zehn Millionen Euro aus, berichtet die „Welt“ (Samstagausgabe). Hinzu kamen weitere Standorte, etwa in Außenhandelskammern, und freie Mitarbeiter der Wirtschaftsministerien.

Den Ausgaben stehen kaum Überprüfungen gegenüber, ob die Büros tatsächlich zu Firmenansiedlungen führen. Der Bund der Steuerzahler kritisierte, die Länder gingen zu planlos bei der Standortplanung vor. „Ich vermisse ein sinnvolles Gesamtkonzept“, sagte Präsident Reiner Holznagel. Stattdessen gebe es ein „permanentes Klein-Klein“, das „Steuergeld verbrenne“. Spitzenreiter sind Nordrhein-Westfalen mit 16 Büros und Bayern mit 13 Vollrepräsentanzen und 13 weiteren Büros bei Außenhandelskammern. Sie kosteten im vergangenen Jahr 3,77 Millionen Euro (NRW) und 2,95 Millionen Euro (Bayern). Derzeit existiert keine zentrale Erfassung der Zahl und Ausgaben solcher Repräsentanzen. Der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses im Bundestag, Klaus Ernst (Linke) forderte, Licht ins Dickicht des Standortmarketings zu bringen. „Und darum muss sich der Bund kümmern“, sagte Ernst. Für Nordrhein-Westfalen hatte der dortige Landesrechnungshof kürzlich in seinem Jahresbericht kritisiert, mehrere Büros hätten deutlich zu wenige Ansiedlungen akquiriert und seien dafür zu teuer.

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