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Bundespolizeigewerkschaft fordert von Bahn mehr Aufsichtspersonal

Gleis 7 in Frankfurt Hbf, über dts Nachrichtenagentur

Foto: Gleis 7 in Frankfurt Hbf, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – In der Debatte über mehr Sicherheit an wichtigen Bahnhöfen in Deutschland hat die Bundespolizeigewerkschaft die Deutsche Bahn zu verstärkten Anstrengungen aufgefordert. Die Bundespolizei sei zwar auf den Bahnhöfen polizeilich zuständig, „sie ist aber nicht das Eigentum der Deutschen Bahn AG“, sagte Verbandschef Ernst G. Walter dem „Handelsblatt“ (Mittwochsausgabe). „Neben allen hoheitlichen Maßnahmen der Bundespolizei ist vor allen Dingen die Deutsche Bahn als verantwortlicher Verkehrsbetreiber im Rahmen ihrer betrieblichen Vorsorge dazu verpflichtet, für die Sicherheit ihrer Kunden zu sorgen“, so Walter.

Deshalb müsse der Bahnkonzern „das in der Vergangenheit grob fahrlässig abgebaute Aufsichtspersonal auf den Bahnsteigen wieder in verstärktem Maße einsetzen und den eigenen DB-Sicherheitsdienst personell aufstocken“. Darüber hinaus „sollte sie endlich die von uns schon seit Jahren geforderte intelligente Videoüberwachung installieren, um gefährliche Situationen bereits im Vorfeld zu erkennen und rechtzeitig entsprechende Maßnahmen zum Schutz der Reisenden ergreifen zu können“, so der Gewerkschaftschef weiter. Laut Walter kann der aktuell verstärkte Einsatz der Bundespolizei an stark genutzten Bahnhöfen angesichts der dünnen Personaldecke nur mit Unterstützung durch die Bundesbereitschaftspolizei gewährleistet werden. „Bevor eigene Aufgaben der Bundespolizei darunter leiden, müssen jetzt zunächst alle Unterstützungs-Anforderungen von Ländern und anderen Bedarfsträgern konsequent zurückgestellt beziehungsweise abgelehnt werden“, sagte er. Zudem erhofft sich der Gewerkschafter ein Umdenken von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) bei der Grenzsicherung. Da Seehofer die Bundespolizei auch verstärkt in der Schleierfahndung an allen Binnengrenzen einsetzen wolle, erwarte man, „dass im Gegenzug die personalintensiven dauerhaften Kontrollen an der Grenze zu Österreich, die nicht viel bringen, durch intelligente temporäre Kontrollen abgelöst werden“, so Walter.

Kommentieren? 13.08.2019
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