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Chef der Wirtschaftsweisen kritisiert Heil-Vorschlag zur Grundrente

Seniorin schaut von einem Balkon, über dts Nachrichtenagentur

Foto: Seniorin schaut von einem Balkon, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Chef der fünf Wirtschaftsweisen, Christoph Schmidt, hat den Vorstoß von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) für die Einführung einer Grundrente scharf kritisiert. „Der Vorschlag von Minister Heil zur Grundrente reiht sich in die Rentenpolitik der Großen Koalition ein, die der Demographiefestigkeit des Systems wenig und den Belangen aktueller Rentnergenerationen viel Beachtung schenkt“, sagte Schmidt dem „Handelsblatt“ (Montagausgabe). „Denn letztlich müssten die zur Finanzierung des Vorschlags vorgesehenen Steuern von der jungen Generation getragen werden“, so der Vorsitzende des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

Statt der Einführung einer Grundrente seien „jetzt eine Diskussion darüber vordringlich, wie die kapitalgedeckte Säule der Alterssicherung weiter gestärkt und wie die Lebensarbeitszeit nach 2030 an die steigende Lebenserwartung gekoppelt werden könnte“, sagte Schmidt. Bundesarbeitsminister Heil hatte am Sonntag eine Grundrente für Geringverdiener vorgeschlagen, die mit einem Aufwand von mehreren Milliarden Euro pro Jahr langjährigen Beitragszahlern im Alter den Gang zum Sozialamt ersparen soll. Der SPD-Politiker ging mit seinem Vorschlag weit über den Koalitionsvertrag mit der Union hinaus.

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