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Ex-Kapitän kritisiert Kreuzfahrt-Reedereien

Kreuzfahrtschiff mit Rettungsbooten, über dts Nachrichtenagentur

Foto: Kreuzfahrtschiff mit Rettungsbooten, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der ehemalige Schiffskapitän und Kreuzfahrt-Experte Wolfgang Gregor hat im Fall eines auf dem Nordatlantik vermissten Ex-TV-Stars Reedereien von Kreuzfahrtschiffen in die Kritik genommen. „Moderne Mann-über-Bord-Infrarotsysteme reagieren in Echtzeit“, sagte Gregor der „Rheinischen Post“. Deshalb gehe er davon aus, dass man den Verschwundenen damit längst hätte finden können.

Bei den Systemen handele es sich um Infrarot-Kameras, die auf Schiffen sofort erfassen, wenn ein Mensch über Bord geht – und diese Information zusammen mit den GPS-Koordinaten an die Brücke weitergeben. Gregor äußerte sein Unverständnis, warum Kreuzfahrtschiffe diese Systeme nicht installiert haben. „Es ist für die Reedereien eine finanzielle Frage. Die Systeme sind nicht billig“, sagte er. „Gleichzeitig muss man sich fragen, wie man an der Sicherheit der Passagiere sparen kann, wenn allein der Bau eines großen Kreuzfahrtschiffes bis zu 1,3 Milliarden Dollar kostet.“

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