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FDP listet „Merkels gebrochene Wahlversprechen“ auf

Angela Merkel (Foto: 360b / Shutterstock)

Angela Merkel (Foto: 360b / Shutterstock)

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Kurz vor dem GroKo-Start übt die FDP scharfe Kritik an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). „Mit dem Koalitionsvertrag hat Frau Merkel zentrale Wahlversprechen von CDU und CSU gebrochen“, heißt es in einem Papier von FDP-Präsidiumsmitglied Michael Theurer mit dem Titel „Versprochen – gebrochen“, über welches das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Dienstagsausgaben) berichtet. „Statt der versprochenen 60 Milliarden Euro sollen die Steuerzahler über geringe Absenkungen beim Soli nur um zehn Milliarden Euro über die gesamte Legislaturperiode entlastet werden.“

„Merkelsteuer, das wird teuer“

Zudem sollten mit der neuen Grundsteuer C und der Abschaffung der Abgeltungssteuer auf Zinseinkünfte „die Menschen in Deutschland noch zusätzlich geschröpft werden“. Theurer schreibt, das alles erinnere an gebrochene Wahlversprechen von CDU, CSU und SPD im Jahr 2005. „Seinerzeit ging die SPD mit dem Reimvers `Merkelsteuer, das wird teuer` auf Stimmenfang, um die von CDU/CSU angekündigte Mehrwertsteuererhöhung um zwei Prozentpunkte zu verhindern“, heißt es in dem Papier. „Es kam die GroKo und damit die größte Steuererhöhung in der Geschichte Deutschlands: eine Erhöhung der Mehrwertsteuer um drei Prozentpunkte auf 19 Prozent.“

200 Millionen für Air Berlin

Vor der vergangenen Bundestagswahl habe Merkel in einem Interview gesagt, die Gefahr sei relativ gering, dass am Ende der Steuerzahler die Rettung von Air Berlin bezahlen müsse. Dieses Versprechen sei inzwischen gebrochen worden, „durch Missmanagement der GroKo, was den Staat 200 Millionen Euro kosten dürfte“, schreibt Theurer. Zum Thema Mieten habe Merkel im Wahlkampf gesagt, damit mehr bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden könne, dürften nicht immer wieder die Anforderungen erhöht werden. „Gebrochen hat die Kanzlerin auch dieses Wahlversprechen mit einer im Koalitionsvertrag verankerten und verschärften Mietpreisbremse“, so Theurer.

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