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Forscher feiern Durchbruch im Kampf gegen multiresistente Keime

MRSA

Die Todesfälle durch multiresistente Keime steigen seit Jahren deutlich (Foto: Microgen | Shutterstock)

Tübingen (dts Nachrichtenagentur) – Forscher der Universität Tübingen und des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) ist nach eigenen Angaben ein Durchbruch bei der Entschlüsselung multiresistenter Krankheitskeime (MRSA) gelungen. Die entsprechende Studie wurde am Mittwoch im Fachmagazin Nature veröffentlicht. Die Wissenschaftler konnten demnach Struktur und Funktion eines bislang unbekannten Proteins aufklären, mit dessen Hilfe sich gefürchtete Erreger wie Staphylococcus aureus gegenüber dem menschlichen Immunsystem wie mit einer Tarnkappe schützen.

Besseres Verständnis für bakterielle Tarnkappe

„Wir verstehen jetzt detailliert, wie das Protein auf der molekularen Ebene als Enzym funktioniert“, sagte ein Forscher. Dies sei eine exzellente Basis, um neue Wirkstoffe zu entwickeln. Infektionen durch Bakterien wie Staphylococcus aureus verursachen weltweit zahlreiche Todesfälle. Nach einer Anfang November veröffentlichten Untersuchung gab es allein im Jahr 2015 in der EU rund 670.000 Erkrankungen durch multiresistente Erreger. 33.000 Patienten starben.

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