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Generalbundesanwalt: Mutmaßlicher IS-Unterstützer festgenommen

Generalbundesanwalt, über dts Nachrichtenagentur

Foto: Generalbundesanwalt, über dts Nachrichtenagentur

Karlsruhe (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesanwaltschaft hat den 31-jährigen kosovarischen Staatsangehörigen Hassan Rejan B. aufgrund eines Haftbefehls des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs vom 4. Juni durch Beamte des Landeskriminalamts Schleswig-Holstein im Kreis Pinneberg in Schleswig-Holstein verhaften lassen. Hassan Rejan B. stehe im Verdacht, die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) in 15 Fällen unterstützt und in Zusammenhang mit elf dieser Fälle zudem gegen das Außenwirtschaftgesetz verstoßen zu haben, teilte die Bundesanwaltschaft am Mittwoch zur Begründung mit. Zudem seien die Wohnung und Arbeitsstätte des Beschuldigten sowie weiterer nicht tatverdächtiger Personen in Bayern und Nordrhein-Westfalen durchsucht worden.

Der Beschuldigte habe laut dem Haftbefehl in den Jahren 2016 und 2017 „unter Nutzung des Hawala-Systems elfmal Gelder an einen in Syrien befindlichen IS-Kämpfer“ übermittelt. Die Gelder hätte er zuvor überwiegend von Dritten über einen Finanzdienstleister erhalten. Einen „dreistelligen Betrag“ habe der Beschuldigte „aus eigenen Mitteln“ beigesteuert, hieß es weiter. Bereits im Jahr 2015 habe der Beschuldigte „einem mazedonischen Staatsangehörigen, der sich dem IS als Kämpfer anschließend wollte, auf dessen Reise nach Syrien dreimal Gelder über einen Finanzdienstleister“ zukommen lassen. Die von dem Beschuldigten transferierten Gelder beliefen sich „auf insgesamt ungefähr 15.000 Euro“, so der Generalbundesanwalt. Ebenfalls im Jahr 2015 habe der Beschuldigte „für ein IS-Mitglied einen Facebook-Account“ eröffnet. „Er sollte dieses IS-Mitglied anschließend bei der Verbreitung von Nachrichten des IS über diesen Acount unterstützen“, hieß es weiter. Der Beschuldigte werde am Donnerstag dem Ermittlungsrichter beim Bundesgerichtshof vorgeführt, der ihm den Haftbefehl verkünden und über den Vollzug von Untersuchungshaft entscheiden werde, so die Bundesanwaltschaft.

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