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24/7 Newsticker
Hamburgs AfD-Fraktionschef: „Chemnitz war zu viel“

Proteste in Chemnitz am 30.08.2018, über dts Nachrichtenagentur

Foto: Proteste in Chemnitz am 30.08.2018, über dts Nachrichtenagentur

Hamburg (dts Nachrichtenagentur) – Der scheidende Fraktionsvorsitzende der AfD in Hamburg, Jörn Kruse, hat seinen Rückzug aus der Partei und die Aufgabe seiner Ämter mit der „schweigenden Zustimmung“ der AfD-Führung zu den rechtsradikalen Protesten in Chemnitz begründet. „Chemnitz war zu viel“, sagte Kruse der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Bei den Demonstrationen hätten „führende Mitglieder der AfD mit rechtsradikalen Leuten gemeinsame Sache gemacht“, so Kruse.

Partei rutscht im Osten immer weiter nach rechts

Dass die Bundesspitze nicht mit einer Disziplinierung der entsprechenden Parteimitglieder reagiert habe, sei entweder ein Zeichen für Führungsschwäche, „oder sie fand die Marschrichtung in Sachsen ganz in Ordnung“, so Kruse. Wenn man aber zu so was schweige, sei das schweigende Zustimmung. Kruse hatte am Donnerstag in einer E-Mail an die Mitglieder der AfD-Fraktion in der Hamburger Bürgerschaft geschrieben, er werde zum 1. Oktober den Fraktionsvorsitz niederlegen und aus der AfD austreten. Auf die Frage, wo die AfD in fünf bis zehn Jahren stehe, antwortete Kruse: „Wenn sich nicht im Westen Leute zusammenfinden und massiv dagegenhalten, gibt es eine sehr klar vorgezeichnete Entwicklung, dass die Partei – angeführt von einigen im Osten – immer weiter nach rechts rutscht.“

Mittlerweile hätten viele Leute, die eigentlich Sympathien für die AfD hätten, Hemmungen, in die Partei einzutreten, „weil sie sich nicht in einem bestimmten sozialen Umfeld bewegen wollen“. Die Erfolge der AfD beruhten auf dem Wunsch nach Protest gegen die Politik von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Große Koalition. Die Bürger wählten „die AfD nicht, weil sie so toll ist.“ „Das heißt aber, dass die Wählerstimmen weg sind, sobald auch Merkel weg ist und die CDU wieder eine konservative Politik macht“, so Kruse. Dann werde man sehen, wie viel Substanz bei den AfD-Wählern noch da sei. Die AfD sei zwar etwa in Hamburg oder Berlin noch wählbar, doch „die AfD im Osten würde ich sicher nicht wählen“, so Kruse.

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