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24/7 Newsticker
Hofreiter fordert Bayer-Vorstand zum Rücktritt auf

Bayer, über dts Nachrichtenagentur

Foto: Bayer, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Anton Hofreiter, hat den Vorstand des Chemiekonzerns Bayer zum Rücktritt aufgefordert. „Wenn Bayer sich retten will, dann muss der Konzern sich ändern“, sagte Hofreiter den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagsausgaben). Er bezweifle aber, dass der aktuelle Vorstand dazu in der Lage sei.

„Es wäre das Beste, wenn der Vorstand den Weg für einen Neuanfang frei machen würde“, so der Grünen-Politiker weiter. Der Kauf des umstrittenen US-Konzerns Monsanto hat die Führungsriege des Agrarchemiekonzerns Bayer viel Vertrauen gekostet. Die Aktionäre verweigerten dem Vorstand am Freitag überraschend die Entlastung: 55,5 Prozent des anwesenden Grundkapitals stimmten dagegen und nur 44,5 Prozent dafür. Für den Vorstandsvorsitzenden von Bayer, Werner Baumann, sei dies eine schallende Ohrfeige gewesen, berichtet die Zeitung weiter. Normalerweise liegt die Zustimmung für die Leverkusener Chefetage bei ihrer alljährlichen Hauptversammlung im hohen 90-Prozentbereich. Baumann ist damit der erste amtierende Vorstandschef eines DAX-Konzerns, dem die Anteilseigner das Vertrauen entzogen haben. Das Votum habe allerdings keine direkten Folgen für den Vorstand, die Entlastung gelte eher als formaler Schritt, berichtet die Zeitung. Als Monsanto-Mutterkonzern sieht sich Bayer in den USA mit mehr als 13.000 Klägern wegen der angeblich krebserregenden Wirkung des Herbizids Glyphosat konfrontiert. In zwei Fällen wurde der Konzern bereits zu millionenschweren Schadenersatzzahlungen verurteilt. Bayer ist von der Sicherheit von Glyphosat überzeugt und will gegen die Urteile vorgehen. Hofreiter bezeichnete die Monsanto-Übernahme als riesigen Fehler. „Monsanto hat sich mit seiner Größe und seiner Marktmacht auf dem Saatgutsektor über alle Regeln hinweggesetzt und sich für soziale Folgen seines Wirtschaftens nie interessiert, von den ökologischen Folgen erst gar nicht zu reden“, sagte der Grünen-Fraktionschef den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Das räche „sich jetzt für Bayer“. Es zeige sich, dass Umweltzerstörung als Geschäftsmodell nicht mehr funktioniere. Die Zielsetzung solle jetzt lauten: „Landwirtschaft statt Glyphosat, Vielfalt statt Monokultur“, so Hofreiter weiter.

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