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IG Metall fordert höheres Kurzarbeitergeld

Stahlproduktion, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Stahlproduktion, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – IG-Metall-Chef Jörg Hofmann hat die Regierung aufgefordert, das Kurzarbeitergeld von 60 bzw. 67 auf 80 bzw. 87 Prozent für Eltern anzuheben. Es gehe um „Facharbeiter und Angestellte, die ihr Leben lang Sozialbeiträge und Steuern gezahlt haben und nun zum ersten Mal in ihrem Berufsleben Hilfe benötigen“, sagte Hofmann der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“. Er finde, „darauf sollte der Sozialstaat eine Antwort geben“.

Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will das Thema am Mittwoch in den Koalitionsausschuss einbringen, aus der Union gibt es Widerstand. Die Aufstockung könne die Bundesagentur für Arbeit „mit ihren Rücklagen von 26 Milliarden Euro durchaus stemmen“, sagte Hofmann. Die IG Metall rechnet damit, dass die Coronakrise die Industrie noch lange zu Kurzarbeit zwingt. Hofmann befürchtet auch Insolvenzen, sorgt sich vor allem um die kleinen und mittelgroßen Metall-Betriebe. „Ich befürchte, dass uns in der zweiten Welle das Thema Insolvenzen intensiv beschäftigen wird. Der Staat hat viele Unternehmen mit Liquidität versorgt, doch nun wird das knappe Eigenkapital zum Problem, etwa in der Zulieferindustrie“, sagte er der WAZ. Es werde zusätzliche Stabilisierungsmaßnahmen brauchen, um vor allem kleine und mittlere Unternehmen zu stützen. Der IG-Metall-Chef warnte zudem vor einem „Ausverkauf an mehr oder weniger seriöse Investoren“. Das sei „eine reale Befürchtung, weil es nie so billig war, Unternehmen zu kaufen“.

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