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Immer weniger Privatinsolvenzen in Deutschland

500-Euro-Geldscheine, über dts Nachrichtenagentur

Foto: 500-Euro-Geldscheine, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Zum neunten Mal in Folge ist die Zahl der Privatinsolvenzen in Deutschland gesunken. Im ersten Halbjahr 2018 gab es 42.846 Fälle (-5,1 Prozent im 1. Halbjahr 2017), in denen Bürger in die private Pleite geraten sind. Das geht aus Zahlen der Wirtschaftsauskunftei Crifbürgel hervor, die am Donnerstag veröffentlicht werden und über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagsausgaben) vorab berichten.

Der Grund für den Rückgang der Privatinsolvenzen lägen in der guten konjunkturellen Lage und damit einer niedrigen Arbeitslosigkeit, so die Studie. Es zeige sich daher auch, dass in Bundesländern mit tendenziell höherer Arbeitslosigkeit auch mehr Privatinsolvenzen zu verzeichnen sind. So hat Bremen die meisten Privatinsolvenzen je 100.000 Einwohner (78; bei einer Arbeitslosenquote im August von 9,8), während Bayern (38; Arbeitslosenquote: 2,9) und Baden-Württemberg (38; Arbeitslosenquote: 3,3) relativ gut dastehen. Sachsen (+ 7,5 Prozent) und Hessen (+4,9 Prozent) sind die einzigen Länder, in denen es im Vergleich zum Vorjahr mehr Insolvenzen gegeben hat. Die Liste der Bundesländer nach Privatinsolvenzen je 100.000 Einwohner: Bremen: 78 (Gesamt: 530), Hamburg: 75 (1.363), Schleswig-Holstein: 73 (2.110), Saarland: 72 (717), Niedersachsen: 69 (5.477), Sachsen-Anhalt: 62 (1.392), Mecklenburg-Vorpommern: 61 (994), Brandenburg: 60 (1.497), Nordrhein-Westfalen: 56 (10.105), Berlin: 56 (1.996), Sachsen: 51 (2.091), Thüringen: 49 (1.068), Rheinland-Pfalz: 46 (1.867), Hessen: 42 (2.613), Bayern: 38 (4.869), Baden-Württemberg: 38 (4.157).

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