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IW-Studie: Bestimmte Regionen holen bei Lebensqualität auf

Bedienung in einem Café, über dts Nachrichtenagentur

Foto: Bedienung in einem Café, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bestimmte Regionen in Deutschland holen derzeit in Sachen Lebensqualität auf. Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben) berichten, weisen diese einen starken Arbeitsmarkt und dennoch unterdurchschnittliche Mieten auf. Jena in Thüringen, Südwestfalen in Nordrhein-Westfalen und die bayerische Oberpfalz werden in der Studie besonders hervorgehoben.

So lägen beispielsweise in Jena (Kreise Saalfeld-Rudolstadt und Saale-Holzland-Kreis hinzugerechnet) die Mieten etwa 20 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt. Dennoch sei die Zahl der gemeldeten offenen Stellen mit 67 pro 100 Arbeitslose sehr hoch, schreiben die Autoren. In Südwestfalen wirke das große Angebot an Bauland dämpfend auf die Wohnkosten ein, heißt es in der Studie. Außerdem hätten in der Vergangenheit viele junge Menschen die Region verlassen, auch weil das Angebot an Hochschulen nicht groß sei. Der Arbeitsmarkt zeichne sich in Südwestfalen durch eine große Dynamik aus. „Die stark mittelständisch geprägte Wirtschaft mit ihren über 150 `Hidden Champions` (Mittelständische Unternehmen mit vielen Arbeitsplätzen und internationalen Erfolgen) ist auf viele Fachkräfte angewiesen, die Mieten sind günstig und die Lebensqualität hoch“, lautet das Fazit der Wissenschaftler. In Bayern weise die Region Oberpfalz rund um Regensburg ein günstiges Wohn/Arbeitsverhältnis auf. In der Stadt herrsche hoher Fachkräftemangel, gleichzeitig lägen die Mieten noch 20 bis 30 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt. Die großen Städte wie Hamburg oder Berlin kommen in der Studie in Bezug auf das Wohnen und Arbeiten schlechter weg. Die Wohnkosten dort seien hoch, die Nachfrage nach Arbeitskräften sei im Vergleich geringer. Zwar hätten Hochqualifizierte in großen Städten oft gute Chancen, bei viele anderen Fachkräften sei die Arbeitsnachfrage aber eher „unterdurchschnittlich“.

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