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24/7 Newsticker
Atomkraftwerk Fukushima: Japan vor Japan AKW Super-Gau (Archiv)

Letzte Aktualisierung: 30.03.2011 – 19:40 Uhr

Japan: Fukushima (Grafik: David Bela | Dreamstime.com)

Japan: Fukushima (Grafik: David Bela | Dreamstime.com)

19:30 Internationale Atomenergiebehörde fordert Ausweitung der Evakuierungszone

Auch die internationale Atomenergiebehörde IAEO fordert jetzt eine Ausweitung der Evakuierungen rund um das havarierte Kraftwerk Fukushima 1. Die Empfehlung basiert auf eigenen Messungen, die man im Umfeld des Kraftwerks durchgeführt habe. Diese deuten daraufhin, dass auch in einer Entfernung von 40 Kilometern Strahlungswerte vorherrschen, die die Richtlinien der IAEO für Evakuierungen überschreiten.

Zuvor hatten schon die Umweltorganisation Greenpeace und die japanische Opposition eine Ausweitung der Schutzone gefordert. Allein bei einer Ausweitung von derzeit 20 Kilometern auf 30 Kilometer müssten über 100.000 Menschen evakuiert werden. Jetzt ist ein Evakuierungsradius von 40 Kilometern im Gespräch.

18:40 Erneut drei Arbeiter verseucht

Für Beunruhigung unter den Arbeitern im AKW Fukushima hatte ein Vorfall gesorgt, bei dem drei Mitarbeiter verstrahlt wurden. Die Arbeiter hatten versucht, in vermeintlich wasserfesten Anzügen eine Pumpe zu installieren. Nach Abschluss der Arbeiten waren sie dann allerdings vollständig durchnässt. Die japanische Atomsicherheitsbehörde konnte bereits kurz darauf beruhigen. Man habe bei den betroffenen Arbeitern keine Strahlung messen können.

18:30 Planen sollen Reaktor abdecken

Zusätzlich zu der für Donnerstag geplanten Maßnahme, in deren Rahmen Trümmer- und Gebäudeteile mit einer Kunstharzmischung besprüht werden sollen, um eine Verteilung von radioaktiven Partikeln durch die Luft zu verhindern, will man offenbar die Reaktorgebäude mit Spezialplanen abdecken. Die Planen, zu denen bisher keine Details bekannt sind, sollen die radioaktive Strahlung in der Umgebung senken.

17:50 Tepco nimmt endlich internationale Hilfe an

Während der Kraftwerksbetreiber anfangs internationale Hilfsangebote abgelehnt hat und versuchte, die Krise selbst zu bewältigen, kommt jetzt immer mehr internationale Hilfe zum Einsatz. So stehen amerikanische Spezialroboter, die auch bei hohen Strahlungswerten operieren können, zur Verfügung. Auch ein französisches Expertenteam ist inzwischen in Japan eingetroffen und wird Tepco beratend zur Seite stehen. Mit Deutschland wird über mögliche technische Hilfe in Form von Spezialequipment verhandelt.

Japan: Fukushima (Grafik: David Bela | Dreamstime.com)

Japan: Fukushima (Grafik: David Bela | Dreamstime.com)

16:18 Rauch über Atomkraftwerk Fukushima 2

Auch über dem rund zehn Kilometer vom Krisenkraftwerk Fukushima 1 entfernten AKW Fukushima 2 stieg heute Rauch auf. Dieses Kernkraftwerk wird ebenfalls von Tepco betrieben. Angeblich sei die Ursache der Rauchentwicklung bereits gefunden und behoben. Der Rauch sei auf einen Defekt in einer Stromverteilereinheit zurückzuführen. Das Kraftwerk sei – so Tepco – aber unter Kontrolle und stelle keine Gefahr dar.

15:30 Japan erwägt Ausweitung der Evakuierungszone um AKW Fukushima

Seit Tagen fordern internationale Experten und die japanische Opposition die Ausweitung der Schutzzone um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima 1. Inzwischen denkt offenbar auch die Regierung über diesen Schritt nach. Gestern hatte man eine größere Evakuierung noch für unnötig erklärt. Eine Ausweitung des Evakuierungsradius auf die zuvor diskutierten 30 Kilometer würde die Evakuierung von weiteren 130.000 Menschen bedeuten.

Ob das ausreicht, darf bezweifelt werden. Erst heute hatte die Umweltschutzorganisation das Ergebnis eigener Messungen präsentiert. In 30 Kilometer Entfernung zum Krisenreaktor betrug die Strahlung noch 100 Mikrosievert pro Stunde. Die daraus resultierende Jahresdosis (ca. 900 Millisievert) liegt bei dem 300- bis 800-fachen der natürlichen Strahlung. Bei einer solchen Strahlenbelastung sind schwere Gesundheitsschäden wahrscheinlich. Selbst die bereits angehobenen Grenzwerte für die Rettungskräfte in Fukushima sehen nur 250 Millisievert vor.

Greenpeace hatte deshalb auch die Regierung aufgefordert, die Menschen um das Kraftwerk in Sicherheit zu bringen. Bislang gilt um Fukushima eine 20-Kilometer-Zone. Innerhalb eines 30-Kilometer-Radius wird die freiwillige Evakuierung empfohlen.

15:15 Wind dreht Richtung Tokio

Der Wind in Fukushima hat – wie befürchtet – Richtung Tokio gedreht. Damit werden radioaktive Partikel auch nach Tokio transportiert. Experten rechnen damit, dass die Stoffe Tokio in der Nacht zum Donnerstag erreichen. Diese Wetterlage soll aber nur wenige Stunden anhalten, bis die Winde wieder Richtung Pazifik drehen.

14:00 Kunstharz gegen Radioaktivität

Die japanische Regierung plant offenbar ab Donnerstag ein Kunstharzgemisch gegen die Radioaktivität auf dem Gelände des Kraftwerks Fukushima 1 einzusetzen. Man wolle damit Gebäude- und Trümmerteile besprühen. Das solle die radioaktiven Partikel versiegeln und verhindern, dass sie durch die Luft transportiert werden.

10:32 Greenpeace misst erschreckend hohe Radioaktivität

Die Umweltorganisation Greenpeace hatte schon zum Wochenwechsel angekündigt, der Verstrahlung durch das havarierte Atomkraftwerk Fukushima mit eigenen Messungen auf den Grund gehen zu wollen. Zu widersprüchlich seien die Angaben des Kraftwerksbetreibers Tepco, als dass man darauf vertraue. So hatte Tepco mehrfach Messwerte gemeldet, die man anschließend korrigieren musste. Beobachter werten das als Zeichen der Kopflosigkeit, mit der das Unternehmen die Krise zu managen versuche.

Die Greenpeace-Messungen ergaben in einer Entfernung von 30 Kilometern zum Kraftwerk einen Wert von 100 Mikrosievert. Ein Mensch, der sich in dieser Region aufhält, nimmt innerhalb von 10-24 Stunden die jährliche Normaldosis in Strahlung auf. Sollte die Strahlung über einen längeren Zeitraum so hoch bleiben, erreicht die Jahresdosis an der Messstelle rund 900 Millisievert. Das ist das ein Wert, bei dem deutliche Gesundheitsschäden zu erwarten sind. Mitarbeiter in Kernkraftwerken etwa dürfen im Havariefall einer Höchstdosis von 100 Millisievert ausgesetzt werden. Für die japanischen Rettungskräfte in Fukushima hat man diesen Wert auf 250 Millisievert angehoben.

Greenpeace fordert erneut eine Ausweitung der Evakuierungszone. Die Regierung zeigt sich davon aber bislang unbeeindruckt und setzt weiterhin auf die 20-km-Zone und die Empfehlung, den 30 Kilometer-Radius freiwillig zu verlassen.

9:10 Tepco Chef im Krankenhaus

Der Chef der Betreibergesellschaft Tepco verabschiedet sich zunächst aus dem Geschehen rund um die Krisenreaktor. Shimizu wurde wegen Blutdruck-Problemen und Schwindelgefühlen in ein Krankenhaus eingeliefert. Ob und wann er seine Arbeit fortsetzen kann, ist unklar. Vorübergehend übernimmt der Chef des Verwaltungsrates seine Aufgaben. Schon in den vergangenen Tagen gab es Spekulationen über Shimizus Gesundheitszustand. Offenbar musste sich der Tepco-Vorstand bereits eine mehrtägige Auszeit nehmen, weil er unter einem akuten Erschöpfungszustand litt.

8:40 Sorge um das Wetter

Wie gestern bereits berichtet, wird der Wind heute voraussichtlich drehen und radioaktive Artikel aus dem AKW Fukushima nach Tokio tragen. Metereologen gehen aber davon aus, dass der Wind bereits am Donnerstag wieder Richtung Pazifik drehen könnte und – wie schon in den vergangenen zwei Wochen – einen Großteil des strahlenden Materials auf den Pazifik hinaus transportiert.

7:20 Noch mehr Strahlung im Meer

Die Messwerte der japanischen Atomsicherheitsbehörde im Pazifik sind weiter angestiegen. Sie überschreiten den zulässigen Messwert jetzt bereits um rund das 3300-fache. Vor wenigen Tagen betrug die Überschreitung noch weniger als das 2000-fache. Anlass zu gesundheitlichen Bedenken sieht die Behörde allerdings trotzdem nicht. Man verweist auf die relativ kurze Halbwertszeit des gefundenen radioaktiven Jods. Das sorge – so die Behörde – dafür, dass Strahlung in Fisch, der in die Nahrungskette gelange, schon deutlich reduziert sei. Außerdem habe man die Region evakuiert, so dass dort derzeit kein Fischfang stattfinde.

19:10 Kernschmelze in allen drei Reaktoren

Es wird zur traurigen Gewissheit, was Experten schon seit Tagen vermutet hatten. Die Kernschmelze hat in allen drei Reaktoren des havarierten japanischen Atomkraftwerks Fukushima 1 eingesetzt. Das bestätigte die japanische Atomaufsicht heute.

Vermutlich stamme das Plutonium, das man im Umfeld des Kraftwerks gefunden habe aus Reaktor 3. Dort wurden sogenannte MOX-Brennstäbe eingesetzt, die die Energieeffizienz des AKWs erhöhen sollen und das hoch-toxische Plutonium enthalten.

18:30 Berichte über prekäre Arbeitsbedingungen im Atomkraftwerk

Japanische Medien berichten heute erstmals ausführlich über die prekären Arbeitsbedingungen des Rettungsteams. Die bis zu 600 Arbeiter seien nur unzureichend mit Nahrung und Trinkwasser versorgt. Man verpflege sich hauptsächlich aus Notrationen. Die Zahl der Mahlzeiten pro Tag sei auf zwei begrenzt. Nachts schlafe man in Fluren und Büros der Verwaltungsgebäude. Um sich vor der Strahlung zu schützen, wickeln sich die Arbeiter in bleihaltige Decken ein. Doch auch davon stünden nicht genügend zur Verfügung, so dass einige der Retter im Stehen schlafen, um nicht der Radioaktivität aus dem Boden ausgesetzt zu sein. Man bemühe sich um eine Verbesserung der Situation. So konnten inzwischen die Wasserrationen erhöht werden. Nach wie vor sei die Versorgung im Katastrophengebiet aber schwierig.

17:10 Japan will auf erneuerbare Energien setzen

Auch in Japan setzt offenbar ein Umdenken in Bezug auf die Kernkraft ein. Das atomfreundliche Land wolle sich den alternativen Energien zuwenden, wird Ministerpräsident Kan heute zitiert. Man wolle die Lehren aus der atomaren Katastrophe ziehen und verstärkt auf Solarenergie und Biomasse setzen.

Foodwatch kritisiert Anhebung der Grenzwerte für Lebensmittel

Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch hat die Anhebung der EU-Grenzwerte für Radioaktivität in Lebensmitteln kritisiert. Auch in der derzeitigen Situation sei derartige Intransparenz nicht akzeptabel. Man sehe allerdings bisher auch keine große Gesundheitsgefahr für die deutsche Bevölkerung.

Am Wochenende waren die Grenzwerte für Lebensmittel in der EU angehoben worden. Die Regelung stammt aus der Zeit des Tschernobyl-GAUs und tritt bei atomaren Notfällen in Kraft.

Die Lage am havarierten AKW Fukushima 1 verschärft sich weiter. Neben dem Austritt von Plutonium gilt inzwischen als sicher, dass es in mindestens zwei Reaktoren der Anlage zur Kernschmelze gekommen ist. Auch die Reaktorhüllen sind mir hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr intakt. Damit bestätigt die japanische Atomaufsicht, was internationale Experten seit Tagen gemutmaßt haben. Neue Probleme gibt es beim Abpumpen des verseuchten Wassers aus den Gebäuden. Es fehlt an Spezialbehältern, die das Wasser aufnehmen können. Im japanischen Parlament formiert sich die Opposition und fordert eine Ausweitung der Evakuierungszone. Ab Mittwoch ändert sich leider auch die für Tokio bisher günstige Wetterlage.

15:46 Kernschmelze und zerstörte Schutzhüllen bei zwei Reaktoren

Die häppchenweise Einräumung eines Super-GAUs setzt sich fort. Heute hat auch die japanische Atomaufsicht, die mit ihrem Lagebeurteilungen stets hinter den Einschätzungen internationaler Atomexperten zurückliegt, eingeräumt, dass es offenbar in zwei Reaktoren des havarierten Atomkraftwerks Fukushima 1 zur Kernschmelze gekommen ist. Auch gehe man inzwischen davon aus, dass die Schutzhüllen der Reaktoren nicht mehr vollständig intakt seien. Internationale Wissenschafter waren sich – aufgrund der hohen Strahlungswerte – schon seit Tagen sicher, dass es zur Kernschmelze gekommen sei und Radioaktivität aus den Reaktoren in die Umwelt freigesetzt werde.

15:00 Wind trägt Radioaktivität nach Tokio

Schlechte Nachrichten gibt es von den Meteorologen. Für Mittwoch wird ein Wechsel der Windrichtung erwartet. Die Winde, die dann in Richtung Tokio wehen, werden vermutlich radioaktives Material in die Millionen-Metropole tragen. In den vergangenen zwei Wochen hat die Wetterlage stets dafür gesorgt, dass der Großteil der radioaktiven Partikel in Richtung Osten auf den Pazifik hinaus transportiert wurde.

Spezialbehälter für radioaktives Wasser fehlen

In den letzten Tagen lag der Schwerpunkt der Rettungsarbeiten auf dem Abpumpen von hoch-radioaktivem Wasser, das sich in den Reaktorgebäuden angesammelt hatte. Nun fehlt es offenbar an Spezialbehältern, in die das verseuchte Wasser gepumpt werden kann.

Schon mehrmals wurde kritisiert, dass sich der Betreiber der Anlage nur unzureichend um internationale Hilfe bemühe, um Engpässe bei Know How, Personal und Ausrüstung auszugleichen.

Das Abpumpen des Wassers ist eine notwendige Voraussetzung, um die Arbeiten an der Wiederherstellung der Reaktoren fortsetzen zu können. Ein Teil des verseuchten Wassers konnte bereits erfolgreich aus der Anlage geleitet werden.

Opposition: Schutzzone muss ausgeweitet werden

Die Opposition im japanischen Parlament hat ihre Forderungen erneuert, die Evakuierungszone um das Kraftwerk Fukushima 1 auszuweiten. In den vergangenen Tagen hatten schon mehrere Atomenergieexperten und Umweltschutzorganisationen ähnliche Forderungen gestellt.

Wir schreiben heute Tag 17 seit Beginn der Atomkatastrophe und noch immer ist keine Entspannung der Lage in Sicht. Noch immer sind die Rettungskräfte damit beschäftigt, hoch-radioaktives Wasser aus den Gebäuden des havarierten Atomkraftwerks Fukushima 1 zu pumpen. Das ist die zwingende Voraussetzung, um die Arbeiten an der Wiederherstellung der dauerhaften Kühlfunktion des Kraftwerks fortsetzen zu können. Es wird darüber berichtet, dass weiterhin Plutonium in den Boden sickere und diesen stark verseuche. Die japanische Börse reagierte auf diese Nachrichten erneut mit Kursverlusten.

10:30 Hat Besuch des Ministerpräsidenten Rettungsmaßnahmen verhindert?

In Japan wurde Kritik an Ministerpräsident Kan laut. Er habe durch seinen Besuch am Kernkraftwerk Fukushima die Rettungsarbeiten behindert. Konkret haben die Rettungskräfte auf das Ablassen von Druck aus einem der Reaktoren verzichtet, solange Kan auf dem Gelände war. Kan selbst wiegelt ab. Er hält den Besuch auf dem Kraftwerksgelände für unerlässlich für seine spätere Entscheidungsfindung.

9:00 Hohe Strahlenbelastung der Beobachter

In einem TV-Interview äußerte sich gestern ein Beobachter der japanischen Atomenergiebehörde. Der Mann sei im AKW Fukushima 1 eingesetzt, um die Rettungsarbeiten zu unterstützen. Er selbst gehe davon aus, dass er im Laufe der vergangenen zwei Wochen eine Strahlendosis von rund 800 Millisievert aufgenommen habe. Man schlafe nachts auf dem Kraftwerksgelände auf Bleiplatten, um sich vor der Strahlung zu schützen.

Ab einem Wert von 500 Millisievert können Symptome der Strahlenkrankheit auftreten. Bei einer Bestrahlung von mehr als 1.000 Milisievert sterben bereits 10 Prozent der Menschen innerhalb von 30 Tagen. Allerdings gelten diese Werte bei Erreichen der Strahlendosis über einen sehr kurzen Zeitraum. Der zulässige Grenzwert für Rettungsarbeiten in Kernkraftwerken beträgt eigentlich 100 Millisievert. Angesichts der dramatische Lage in Fukushima hat man diesen Wert in Japan allerdings schon vor zwei Wochen auf 250 Millisievert angehoben. Auch unterhalb von 500 Millisievert treten gesundheitliche Risiken – wie ein stark erhöhtes Krebsrisiko – auf.

8:00 Japan erwägt Verstaatlichung von Tepco

Die japanische Regierung erwägt offenbar eine Verstaatlichung des Atomkraftwerkbetreibers Tepco. Hintergrund seien die hohen zu erwartenden Schadenersatzzahlungen an die Bevölkerung, die Tepco vermutlich nicht aus eigener Kraft stemmen könne.

Kommentare:
  • M. Menzer

    AKWs sind wie ein süßes Gift. Sie liefern zunächst scheinbar billigen Strom und schonen die angeblich die Umwelt. Doch der Strom ist perspektivisch gesehen weder billig noch umweltfreundlich. Warum? Nur für den relativ kurzen Moment der Stromerzeugung funktioniert ein AKW tatsächlich wie eine Gelddruckmaschine. Die Betreiber-Bosse füllen sich mit Milliarden-Gewinnen die Taschen und lassen anschließend die anderen Dumpfbacken (also das gemeine Volk, die so lieben Mitbürger) für ihren noch ca. 80.000 Jahre strahlenden Müll kräftig zahlen. Wie ignorant muss man sein, um nicht zu erkennen, daß es sich hier nicht nur um den größten Betrugsfall der Geschichte handelt, sondern auch noch den Planeten Erde für nachfolgende Generationen nach und nach unbewohnbar macht. Atomenergie ist nicht beherrschbar, auch wenn man das Restrisiko immer wieder versucht auf eine vermeintlich kleine zu vernachlässigende Größe herunterzurechnen. Terroranschläge, Flugzeugabstürze und Erdbeben sind in diesem Zusammenhang das bevorzugte Repertoire für das Beurteilen eines etwaigen, ja eigentlich zu vernachlässigenden Restrisikos. Doch was ist mit dem Unsicherheitsfaktor Mensch??? Menschliches Versagen findet ständig im alltäglichen Leben statt. Wenn man im TV sieht, wie hilflos die Mitarbeiter eines AKWs bei einem Notfallalarm unsicher agieren und hilflos in ihren Unterlagen hin- und herblättern, wird es einem Angst und Bange (war kein Spielfilm sondern eine Reportage aus einem AKW, deren Ausstrahlung die Betreiber noch zu verhindern versuchten). Und was ist mit kosmischer Strahlung, sprich: Sonnenwinde (hochenergetische Ionenstrahlung)? Was ist mit Meteoriteneinschlägen? Was passiert, wenn z.B. bei lang anhaltender extremer Trockenheit Flüsse austrocknen an deren Ufern die AKWs dringend auf Wasser für die Kühlung der Brennstäbe angewiesen sind? Sicher gibt es noch eine Vielzahl anderer Umstände und Kombinationen aus ihnen, die einen atomaren Supergau möglich machen. Auch die bisher kaum diskutierte Möglichkeit, der durch Sonnenerruptionen ausgelösten Sonnenwinde können für AKWs eine flächendeckende Gefahr darstellen. Im Moment befinden wir uns zwar in einer Phase sehr geringer Sonnenwindstrahlung. Dies kann sich aber auch jederzeit wieder schlagartig ändern. Besonders fatal ist dieser Umstand, seitdem man weiß, das die Magnethülle der Erde, die uns bislang mehr recht als schlecht noch vor den größten Auswüchsen der kosmischen Strahlung schützte, in ihrer Intensität nachlässt, sich also nach und nach zurückbildet. Was könnte passieren? Die Trafos könnten infolge Überspannung durchbrennen, in Brand geraten oder auch explodieren. Die Trafos wären in so einem Fall flächendeckend unbrauchbar bzw. zerstört. Auch sämtliche elektronische Steuerungs-, Meß- und Überwachungseinrichtungen wären extrem gefährdet. Übrigens, um einen Kraftwerkstrafo zu ersetzen benötigt man ca. 1 Jahr!!! Atomenergie ist keine Option für die Zukunft!!! AKWs sind letztendlich nicht beherrschbar!!! Deshalb so schnell wie möglich alle AKWs abschalten!!! Atomenergieerzeugung muß unter Höchststrafe gestellt werden und vom Europäischen Gerichtshof weltweit geahndet werden. Dies kann nur gelingen, wenn wir mit gutem Beispiel vorangehen. Zuerst alle deutschen KKWs stilllegen, dann die restlichen in Europa und schlussendlich auch noch die bis dato unbelehrbaren in aller Welt. Die erneuerbaren Energien sind die einzige realistische Zukunft. Bald werden wir Hauswände, Fenster, Möbel, Autos, Tapeten usw. mit Solarzellen bestücken können (siehe Grätzelzelle), Gezeitenkraftwerke haben, Strom aus norwegischen Pumpspeicherwerken beziehen können und und und … Wer dann immer noch an AKWs festhalten will, ist entweder ein Psychopath oder gehört einfach weggesperrt, weil er zwangsläufig eine Gefahr für die Algemeinheit darstellt. Wir sind alle nur zu Gast auf dieser Erde. Wir haben die Pflicht, sie unseren Kinder unversehrt und lebenswert zu hinterlassen. Alles andere wäre dumm, egoistisch, nach dem Motto `nach uns die Sintflut`!!! Laßt uns nicht weiter ins verderben laufen!!! Bereits Albert Einstein erkannte: „Die Dummheit der Menschen ist grenzenlos“.

  • berliner

    Sehr schöner Beitrag……genau so sehe ich das auch, wirklich sehr schön geschrieben!

  • Anonymous

    Wäre interessant zu wissen, ob die ganze Entwicklung hätte aufgehalten werden können, wenn internationale Hilfe früher angenommen worden wäre.
    So hat es den Anschein, dass sie so lang wie möglich allein herumhandtieren wollten um möglichen Pfusch unter den Teppich zu kehren. Tepco war ja scho in der Vergangenheit recht zwilichtig.
    Die Betreiber werden schon ihre Schäfchen ins Trockene gebracht haben und weit weg von jeglichen Atomkraftwerken leben.

    Übrigens erinnern mich Atomkraftwerke an den Zauberlehrling.
    In diesem Fall sind es keine Geister sondern das Starten einer
    Reaktion, die so schnell nicht mehr von allein stoppt.

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