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24/7 Newsticker

AKW-GAU in Japan: Atomkraftwerk in Fukushima aktuell (Live Ticker)

Update: Unsere aktuelle Berichterstattung zu Japan finden Sie hier

Letzte Aktualisierung: 11.4.2011 – 23:45

23:45 Neues Video: Lebensmittel-Verstrahlung: die unsichtbare Gefahr

Seit Wochen tritt Radioaktivität aus dem havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima aus. Die Strahlung verseucht nicht nur die umliegenden Böden nachhaltig, sondern auch das Trinkwasser und vermutlich das Meer.Erste Untersuchungen zeigen sehr hohe Strahlenwerte in Spinat und in Milch aus Regionen in der Mähe der Reaktoren. Die Radioaktivität ist so hoch, dass bereits durch die Einnahme kleinerer Mengen verstrahlter Lebensmittel der zulässige Höchstwert von einem Millisievert pro Jahr überschritten wird.Spuren von Radioaktivität wurden in Leitungswasser in Tokio gefunden, 240 Kilometer vom AKW entfernt.Verseuchung mit Strahlen kann Mensch und Umwelt direkt erreichen durch Ablagerungen auf den Böden, durch Blätter oder Wasser – oder indirekt durch Verzehr von Fleisch und Fisch.Gemüse mit großen Blättern wie Spinat oder Salat nimmt Strahlung besonders rasch auf. Gemüse, das eher in der Erde wächst, etwa Zwiebeln oder Möhren, wird weniger schnell verseucht. Doch eine nachhaltige Verstrahlung der Böden trifft auch diese Lebensmittel.Das Trinkwasser wird verseucht, wenn verstrahltes Oberflächenwasser ins Grundwasser sickert. In manchen Dörfern in der Nähe von Fukushima liegt die Strahlung 300 Prozent über den zulässigen Grenzwerten.Wegen der großen Wassermenge dauert eine Verstrahlung des Meeres länger. Aber den Japanern als großen Fans von Fischen und Algen droht eine Verseuchung der Meeresfrüchte.Für die Umwelt hat die Strahlung dauerhafte Folgen. Erst nach 30 Jahren halbiert sich die Belastung durch Cäsium 137, nach 300 Jahren ist sie tausendfach verringert.

19:46 Tepco-Chef besucht Fukushima

Der Chef von Tepco, der Betreibergesellschaft des außer Kontrolle geratenen Atomkraftswerks Fukushima I ist heute in die Provinz gereist, um sich ein Bild von der Lage vor Ort zu machen und sich für die Atomkatastrophe zu entschuldigen. Das kam offenbar gar nicht gut an. So verweigerte ihm die Provinzregierung den Zutritt und empfahl ihm, sich zurück nach Tokio zu begeben, um die Krise im AKW zu bekämpfen.

Der Tepco-Chef hatte sich schon bald nach dem Beginn der Krise zurückgezogen und war schließlich wegen angeblicher Blutdruck-Probleme und Schwindels in ein Krankenhaus eingewiesen worden. Tepco wird immer wieder heftig für zu lasche Sicherheitsvorkehrung im Atomkraftwerk Fukushima 1 kritisiert. Das Unternehmen war auch schon früher wegen Verstössen gegen Sicherheitsauflagen in die Schlagzeilen geraten.

18:50 AKW Fukushima 1: Roboter räumen auf

Auf dem Gelände des teilweise zerstörten Atomkraftwerks Fukushima 1 sind inzwischen zahlreiche Roboter im Einsatz. Neben ferngesteuerten Hubschraubern zur Überwachung der Strahlung und des Füllstandes der Abklingbecken, kommen auch Räumfahrzeuge zum Einsatz. Ein ferngesteuerter Bagger und ein entsprechender Transporter werden zum Räumen von hoch-radioaktiven Trümmern eingesetzt und verrichten Arbeiten, die für menschliches Personal nicht vertretbar wären.

Atomkraftwerke in Japan - Fukushima (Grafik: Sahua | Dreamstime.com)

Atomkraftwerke in Japan - Fukushima (Grafik: Sahua | Dreamstime.com)

16:00 Retter in AKW Fukushima vor Dilemma

Die japanische Atomsicherheitsbehörde hat sich heute erneut zur Lage im havarierten Atomkraftwerk Fukushima 1 geäußert. Die Situation gebe alles andere als Anlass zu Optimismus. Die Rettungskräfte im Kraftwerk treten auf der Stelle und sehen sich vor einem Dilemma, was die Kühlung der Reaktoren angeht. Einerseits müsse man große Wassermengen in die Reaktoren pumpen, um sie zu kühlen. Andererseits stellten gerade diese Wassermassen ein großes Problem dar. Nachdem sie zur Kühlung verwendet wurden, sind sie nämlich start radioaktiv belastet und müssen abgepumpt und entsorgt werden. Gerade dafür stehen aber noch immer keine ausreichenden Kapazitäten zur Verfügung.

15:20 Wetter wieder günstig für Tokio

Der Wind wird in den kommenden Tagen wieder Richtung Ost / Nordost wehen und radioaktive Partikel auf den Pazifik hinaus transportieren. Am Wochenende war die Wetterlage für die Großstadt Tokio eher ungünstig, da der Wind aus Richtung Norden wehte.

15:00 Entwarnung für AKWs Tokai und Onagawa

Die Atomkraftwerke Tokai und Onagawa haben laut Mitteilungen der Betreiber das heutige Erdbeben unbeschadet überstanden. Onagawa war in den letzten Tagen in die Schlagzeilen geraten, weil ein Nachbeben die Stromzufuhr unterbrochen hatten und die Reaktoren knapp eine Stunde ohne Kühlung waren. Außerdem war war Radioaktivität aus den Abklingbecken ausgetreten. Inzwischen hat sich die Lage in dem Kraftwerk aber stabilisiert und es gilt als gesichert. Sowohl Tokai als auch Onagawa sind derzeit nicht am Netz und heruntergefahren. Trotzdem ist – wie in Fukushima – eine aktive Kühlung der Reaktoren notwendig, um eine Kernschmelze zu verhindern.

12:13 Lagekurzupdate: AKW Fukushima

Ein neues Erdbeben der Stärke 7,1 hatte die Stromversorgung im AKW für eine knappe Stunde unterbrochen. Die Kühlung war für diesen Zeitraum nicht gewährleistet. Die japanische Regierung hat die Evakuierungszone ausgeweitet. Man setzt auf punktuelle und mittelfristige Evakuierungen.

11:20 Kühlung im Atomkraftwerk Fukushima 1 läuft wieder

Den Technikern vor Ort ist gelungen, die Kühlung der Reaktoren wieder in Gang zu setzen. Die für eine knappe Stunde ausgefallene Kühlung läuft nach Angaben der japanischen Atomenergiebehörde wieder stabil. Man hatte sich als Reaktion auf den Ausfall bereits darauf vorbereitet, wieder Feuerwehrfahrzeuge zur Kühlung einsetzen zu müssen.

11:00 Neues Erdbeben – AKW Fukushima ohne Kühlung

Ein erneutes Erdbeben hat den Norden Japans erschüttert. Das Beben der Stärke 7,1 hatte sein Epizentrum in der Präfektur Fukushima, in der sich auch das havarierte Atomkraftwerk Fukushima 1 befindet. In Folge der Erschütterung ist im AKW erneut der Strom ausgefallen und die Pumpen für die Notkühlung der Reaktoren standen still. Ob und wann der Strom und die Kühlung wieder hergestellt sein werden, konnte der Betreiber des Kraftwerks nicht sagen. Allerdings gehe man nicht davon aus, dass sofort radioaktive Stoffe austreten werden. Wie schon beim letzten Nachbeben zogen sich die Arbeiter am AKW in Schützräume zurück.

10:15 Ausweitung der Evakuierungszone

Schon seit Wochen war von Experten, der Umweltschutzorganisation Greenpeace und der Opposition eine Ausweitung der Evakuierungszone rund um das außer Kontrolle geratene Atomkraftwerk Fukushima 1 gefordert worden. Die internationale Atomsicherheitsbehörde hatte eine Ausweitung zumindest empfohlen. Heute hat die japanische Regierung endlich reagiert. Die Sperrzone wird aber nicht wie empfohlen auf einen 40-Kilometer-Radios erweitert. Man will gezielt Gebiete evakuieren, in denen hohe Strahlenwerte gemessen werden. Als Grenzwert hierfür gilt eine Dosisleistung von 20 mSv pro Jahr. Die Evakuierungen erfolgen allerdings nicht kurzfristig, sondern binnen Monatsfrist. Eile sei laut Behördensprecher Edano nicht geboten.

Sonntag

18:22 Neues Video: AKW Fukushima während des Tsunamis

Das oben stehende Video zeigt das Atomkraftwerk Fukushima I am 11. März, als 15-Meter hohe Wellen des Tsunamis auf die Küste trafen.

11:50 Anwohner kehren in Evakuierungszone zurück

Wie bereits vor einigen Tagen angekündigt durften heute die evakuierten Bewohner aus dem Umfeld des havarierten Atomkraftwerks Fukushima 1 in ihre Häuser zurückkehren, um sich ein Bild von der Lage vor Ort zu machen und Wertgegenständen sowieso Erinnerungsstücke zu sichern.

Aufgrund der noch immer hohen Strahlung wurde nur ein kurzer Aufenthalt in der 20-Kilometer-Evakuierungszone genehmigt.

11:10 Japan will verseuchtes Wasser aufbereiten

Japan will das hoch-radioaktives Wasser, dass sich in den Reaktorgebäuden des AKW Fukushima 1 gesammelt hat, künftig nicht mehr in den Pazifik „entsorgen“. Man plane nach Behördenangaben einen Transport nach Tokio in eine Entsorgungsanlage.

10:45 Aktuelle Lage im Atomkraftwerk Fukushima 1

In Reaktor 1 wird weiterhin Stickstoff gepumpt, um das Risiko einer Wasserstoffexplosion zu verringern. Man geht von einer Kernschmelze aus. Die Sicherheitshülle des Reaktors ist aber vermutlich noch intakt. Die Kühlung erfolgt mittlerweile wieder mit Süßwasser. Reaktor 2 ist mutmaßlich am meisten beschädigt. Neben einer Kernschmelze liegt hier auch eine Beschädigung des Druckbehälters vor. Das ergaben Messungen des ausgetretenen Wassers. Aufgrund der Zusammensetzung muss man davon ausgehen, dass es mit den Brennstäben im Inneren des Reaktors in Kontakt war. Die Lage in Reaktor 3 ähnelt der in Reaktor 1. Allerdings erfolgt hier noch keine Versorgung mit Süßwasser. Besonders kritisch wird Reaktor 3 deshalb beobachtet, weil hier sogenannte MOX-Brennstäbe zum Einsatz kamen, die aus Gründen der Effizienzerhöhung, neben Uran auch hoch-toxisches Plutonium enthalten. Sorge bereitet auch noch immer das Abklingbecken von Reaktor 4. Der Wasserstand ist noch immer niedrig und die Rettungskräfte versuchen, ihn durch Meerwasser aufrecht zu erhalten. Die anderen beiden Reaktoren gelten aus unkritisch, da sie schon länger heruntergefahren sind.

Kommentare:
  • Anonymous

    Die Japaner kommen nicht zur Ruhe. Immer wieder sorgen Beben für eine Verkomplizierung der Lage. Kann man da eigentlich von Nachbeben sprechen? Könnte es sein. dass es eine Vorgeschichte ist, für das was noch kommt? Ist es möglich, dass ein unterseeischer Supervulkan am Werk ist? Wird der Meeresboden beobachtet?
    Das Kühlwasser hat keinen geschlossenen Kreislauf, es wird immer und immer wieder Wasser konterminiert und wird in Sammelbecken zwischen gelagert. Ist das so? Das Wasser selbst ist dann eine Gefahrenquelle. Möglicherweise kommt es mit den Produkten der Kernschmelze in Verbindung und, das möge Gott verhüten, gibt es eine Explosion, deren Druckwelle so zustörerisch ist, dass das Ausmaß der Verwüstung nie mehr reparabel ist.
    Kann denn einer mal was wirklich Gutes sagen?

  • Sebastian (Redaktion)

    > Kann man da eigentlich von Nachbeben sprechen?

    Ja. Ein Erdbeben der Stärke 9 ist etwa 100 mal so stark, wie eines der Stufe 7. Nachbeben der aktuellen Stärke sind nach einem starken Beben ganz normal und können sich auch noch einige Zeit fortsetzen.

    > dass ein unterseeischer Supervulkan am Werk ist?

    Eher nicht.

    > Wird der Meeresboden beobachtet?

    Ja.

  • alimasonic germany

    ich habe vor wochen geschrieben sie können es nur mit stichstoff stopen
    bitte sie haben keine andere möglichkeit sie müssen stufen weise vor gehen stückweise vor gehen nur so können sie nuklar stopen
    und in griff zu bekommen

    mfg Dürr albrecht
    viel erfolg

  • Anonymous

    Offengestanden vermisse ich die Aktualität eurer Berichte.
    Die Katastrophenstufe wurde von 5 auf 7 erweitert. Wo ist die 6 geblieben?
    Nach Aussage der Statements sind im Vergleich nur 10 % der in Tschnernobyl ausgetretenen Schadstoffe freigesetzt worden. Es ist noch nicht vorbei! Die freigewordenen 10 % werden wohl aber noch immer auf die ganze Welt verteilt? Diese Katastrophe ist mit Tschernobyl nicht vergleichbar, die Menschenverachtung übersteigt die von Tschernobyl um das 1000-fache.

  • Sebastian (Redaktion)

    Den aktuellen Ticker von heute findest Du hier:
    http://www.naanoo.com/live/super-gau-in-japan-atomkraftwerk-fukushima-aktuell-gninews

    Da wird genau das thematisiert, was Du geschrieben hast.

    Inkl. der Tatsache, dass 10 Prozent leider noch nicht das Ende der Geschichte sind.

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