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24/7 Newsticker
Kaufland verlangt einheitliche Werkverträge für Fleischbranche

Kuh, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Kuh, über dts Nachrichtenagentur

Neckarsulm (dts Nachrichtenagentur) – Die Handelskette Kaufland fordert eine Neuregelung für Werkverträge in Deutschland. „Wir schlagen vor, Werkverträge branchenübergreifend und bundesweit einheitlich zu regeln und zu kontrollieren“, sagte eine Unternehmenssprecherin der „Heilbronner Stimme“ (Mittwochsausgabe). Dabei empfehle man „eine Erhöhung des Branchen-Mindestlohns als auch der Sozialstandards“.

Bei beiden Kriterien liege die Großflächensparte der Neckarsulmer Schwarz-Gruppe bereits deutlich über den gesetzlichen Anforderungen. „Werkverträge und Arbeitnehmerüberlassung stehen nicht im Widerspruch zu diesen anstrebenswerten Zielen und sollten daher erhalten bleiben“, so die Unternehmenssprecherin weiter. Die überwiegende Mehrheit der Belegschaft in den Kaufland-Fleischwerken seien festangestellte Mitarbeiter. Der Anteil der Beschäftigten von Personaldienstleistern liege saisonbedingt zwischen zehn und zwanzig Prozent. Insgesamt betreibt Kaufland vier Fleischwerke in Deutschland – in Möckmühl (Landkreis Heilbronn) und Heilbronn, in Osterfeld in Sachsen-Anhalt und in Heilbad Heiligenstadt in Thüringen. Zusammen mit einem weiteren Werk in Tschechien sind in den Fleischbetrieben des Unternehmens etwa 3.000 Mitarbeiter beschäftigt. „Gerade der Handel ist sehr stark geprägt durch sich veränderndes Nachfrageverhalten der Kunden“, begründete die Sprecherin den Einsatz von Fremdarbeitern. Daher sei der Einsatz von externen Firmen notwendig, um auf wechselndes Arbeitsaufkommen flexibel reagieren zu können. In wirtschaftsstarken Gebieten wie dem Raum Heilbronn gebe es zudem nicht genug potenzielle Mitarbeiter auf dem regionalen Arbeitsmarkt. „Die Mitarbeiter der Personaldienstleister, mit denen wir zusammenarbeiten, kommen aus Osteuropa und aus Deutschland“, sagte die Unternehmenssprecherin der „Heilbronner Stimme“. Die Unternehmen selbst seien in Deutschland ansässig und arbeiteten nach deutschem Recht, der Einsatz von Subunternehmern sei vertraglich ausgeschlossen. Kaufland lasse auch regelmäßig die Unterbringung dieser Beschäftigten durch zertifizierte, unabhängige Prüfinstitute kontrollieren, gerade jetzt wieder in der aktuellen Situation, nachdem sich in mehreren Schlachthöfen Mitarbeiter von Werkvertragsfirmen mit dem Coronavirus infiziert hatten.

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