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24/7 Newsticker
Kirchentagspräsident Leyendecker verteidigt AfD-Boykott

Evangelische Kirche, über dts Nachrichtenagentur

Foto: Evangelische Kirche, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Kirchentagspräsident Hans Leyendecker hat die Entscheidung verteidigt, AfD-Politiker von Auftritten bei Deutschlands größtem Christen-Treffen auszuschließen. „Dem Kirchentag geht es ums Zuhören, aber ich möchte nicht Herrn Gauland zuhören“, sagte Leyendecker der „Zeit“-Beilage „Christ & Welt“. Der Evangelische Kirchentag hatte die Boykott-Entscheidung laut „Christ & Welt“ in seiner Präsidiumssitzung am vergangenen Freitag beschlossen.

„Wir laden Wähler und Sympathisanten der AfD ausdrücklich ein …

… nicht aber Repräsentanten der AfD“, sagte Leyendecker. Der sogenannte „Doppelbeschluss für Dortmund“ gilt für den dortigen Kirchentag 2019. Noch beim Kirchentag 2017 in Berlin hatte die evangelische Laienorganisation, die alle zwei Jahre mehr als hunderttausend Teilnehmer versammelt, AfD-Politiker als Teilnehmer auf Podien und Diskussionsveranstaltungen zugelassen. „Die AfD entwickelt sich rasend weiter nach rechts, die Radikalisierung der Partei schreitet voran“, sagte Leyendecker zur Begründung des Kurswechsels. Die Sorge, die Partei werde durch den Boykott in eine Märtyrer-Rolle gedrängt, lässt der Kirchentags-Präsident nicht gelten: Er „warne davor, auf das Opfer-Märchen der AfD hereinzufallen. Diese Partei wird sich immer als Opfer darstellen“. Gleichzeitig räumte Leyendecker ein, auch Kirchentagsbesucher könnten Sympathien für die AfD empfinden: „Die populistische Versuchung kann durchaus auch in unseren Reihen Wirkung entfalten.“

Auf dem Weg zu einem Frontalangriff auf die liberale Demokratie?

Anders als beim Kirchentag 2017 ist die Partei inzwischen im Bundestag vertreten. „Dass die AfD im Parlament sitzt, ändert doch nichts daran, dass sie auf dem Weg zu einem Frontalangriff auf die liberale Demokratie ist“, so Leyendecker. „Manche Plädoyers für den Dialog mit der AfD sind aus meiner Sicht eher dem Wunsch geschuldet, sich aus taktischen Gründen einer politischen Stellungnahme zu entziehen“, so der Kirchentagspräsident, da „muss man Kante zeigen, Position beziehen“. Der AfD-Boykott gelte allerdings lediglich für Podien, nicht für Gottesdienste. So stehe etwa der Eröffnungsgottesdienst auch AfD-Fraktions-Chef Alexander Gauland offen: „Wenn er kommen will, wird er einen Platz bekommen.“    Leyendecker ist Präsident des 37. Deutschen Evangelischen Kirchentages, der vom 19. bis 23. Juni 2019 in Dortmund stattfinden wird. Der ehemalige Katholik und profilierte Investigativ-Journalist deckte unter anderem die CDU-Spendenaffäre unter dem früheren Bundeskanzler Helmut Kohl auf. Leyendecker ist SPD-Mitglied.

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Kommentare:
  • Christoph Semra

    Die Kirche im Sozialismus war liberaler als diese Leyendecker Sozi-Kirche. Politische Dissidenten fanden dort Unterschlupf und Gehör. Ist es hier schon schlimmer als in der untergehenden DDR? Die Gräbern werden täglich tiefer im Land. Die Kirchen könnten wie in der untergehenden DDR eine wichtige Funktion der Befriedung und eines „herrschaftsfreien Dialogs“ spielen, die Kirchentage (KT) haben eine gute Tradition des offenen Diskurses, wo man einander zuhört. Wenn sogar ein Kriegspräsident wie Obama zum Kirchentag kommen durfte, gleichzeitig aber AfDler nicht erwünscht sind auf Podien, dann verspielt Leyendecker hier den Rest an Glaubwürdigkeit des Ev. KT. Deswegen sollte er von seinem Amt zurücktreten, der Ev.KT ist keine antifaschistische Politshow zur Förderung seiner politischen Agenda.

  • dEUtscher

    Wer andere ausgrenzt , grenzt sich aus!
    Wer mit den Wölfen heult , sollte sich nicht wundern wenn er von denen gefressen wird.

  • bibeltreuer Christ

    Mann kann daraus nur schließen, daß der Kirchentagspräsident Hans Leyendecker, seines Zeichen Mitglied in der SPD-Kirche, die Vernichtung der evangelischen Kirche Deutschlands im Sinn hat, mutmaßlich, damit dann der Islam übernehmen kann.

    Die Kirche hat ganz klar ein Problem mit Unterwanderung durch Nichtchristen. Mit einer Inquisition wäre das nicht passiert.

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