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Kommission: Kindesmissbrauch in Kirchen nicht richtig aufgearbeitet

Katholischer Pfarrer bei einer Messe zwischen Ministranten, über dts Nachrichtenagentur

Foto: Katholischer Pfarrer bei einer Messe zwischen Ministranten, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Sabine Andresen, die Vorsitzende der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs der Bundesregierung, kritisiert die Kirchen. In der Wochenzeitung „Die Zeit“ sagte sie: „Ich glaube, es ist bei den Kirchen noch immer nicht ganz angekommen, dass sexueller Missbrauch in ihren Einrichtungen von gesamtgesellschaftlichem Interesse ist. Doch die Kirchen nehmen so viele pädagogische und soziale Aufgaben gegenüber Kindern und Jugendlichen wahr, dass wir alle ein Anrecht haben zu wissen, ob sie ausreichend Sorge dafür tragen, früheren Missbrauch aufzuklären und künftigen zu verhindern.“

Am Mittwoch, 27. Juni 2018, fand in Berlin eine öffentliche Anhörung der Kommission statt. Vier Betroffene sprachen bei der Anhörung. Die Erziehungswissenschaftlerin Andresen präsentierte dort eine Fallstudie zu 65 exemplarischen Missbrauchsfällen in Gemeinden, Pfarrhäusern, Heimen und Internaten. Andresen bescheinigt sowohl der katholischen als auch der evangelischen Kirche in Deutschland einen falschen Umgang mit den Opfern: Kirchen beanspruchen für sich eine Vorbildfunktion, und sie werden als moralische Autorität wahrgenommen. „Diesen Ansprüchen werden sie im Umgang mit Betroffenen und bei der Aufarbeitung bislang nicht gerecht.“

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