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Künast: Kükentöten ist „Agrarkriminalität“

Renate Künast, über dts Nachrichtenagentur

Foto: Renate Künast, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die frühere Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast (Grüne) hat die derzeitige Amtsinhaberin Julia Klöckner (CDU) aufgefordert, klare Fristen für einen Ausstieg aus der massenhaften Tötung männlicher Küken zu setzen. „Meiner Meinung nach ist das Kükentöten mit Blick auf das Grundgesetz und das Tierschutzgesetz als Agrarkriminalität zu bezeichnen“, sagte Künast dem „Tagesspiegel“ (Freitagsausgabe). Dabei dürfe „nicht unverbindlich auf bezahlbare Technik gewartet werden“.

Die Grünen-Politikerin kritisierte das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, das am Donnerstag die massenhafte Tötung männlicher Küken vorläufig weiter erlaubt hatte. „Ich bin entgeistert, welche Pirouetten da gedreht werden“, sagte Künast. Einerseits seien wirtschaftliche Interessen kein „vernünftiger Grund“ des Kükentötens, „andererseits soll es als mögliche Alternative nur eine in einigen Jahren erwartete teure technische Lösung geben, weshalb das Kükenschreddern vorerst erlaubt bleibt“, so die frühere Landwirtschaftsministerin weiter. Mögliche Alternativen wie das früher übliche Zweinutzungshuhn und die Bruderhahn Initiative habe das Gericht zudem völlig außer Acht gelassen, sagte Künast dem „Tagesspiegel“.

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