24/7 Newsticker
Lafontaine will mit Sammlungsbewegung Erstarken der AfD verhindern

Oskar Lafontaine, über dts Nachrichtenagentur

Foto: Oskar Lafontaine, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der ehemalige Vorsitzende der Partei Die Linke und Mitbegründer der Sammlungsbewegung „Aufstehen“, Oskar Lafontaine, hat erklärt, dass „Aufstehen“ auch gezielt gegen die AfD gegründet wurde. Der „Welt am Sonntag“ sagte Lafontaine: „Wir wollen mit dieser Bewegung auch das weitere Erstarken der AfD verhindern. Blicken Sie nach Ostdeutschland: Dort ist die AfD mittlerweile die Partei der Arbeiter und der Arbeitslosen. Da muss man im linken Lager darüber nachdenken, was wir falsch machen.“

Die AfD würde schwächer, wenn sich im Bundestag wieder die Interessen der Mehrheit durchsetzen könnte. „Die AfD hätte die heutige Stärke nicht, wenn die anderen Parteien die sozialen Interessen beachtet und Renten und soziale Leistungen nicht gekürzt hätten.“ In der Flüchtlings- und Migrationspolitik vertritt Lafontaine die Ansicht, die AfD zu schwächen, wenn man den Zuzug von Migranten einschränkt. 1993 war Lafontaine, damals noch in der SPD, maßgeblich für die Verschärfung des Asylrechts verantwortlich. „Damals kamen über eine Million Asylbewerber und Aussiedler zu uns. In verschiedenen Orten brannten Flüchtlingsunterkünfte und Häuser. In dieser Situation haben wir den Asyl-Kompromiss verabschiedet, nach dem Personen, die aus einem europäischen Nachbarland kommen, kein Recht auf Asyl in Deutschland haben. Die Zustimmung zu den Republikanern ging danach deutlich zurück“, sagte Lafontaine der „Welt am Sonntag“.

Deine Meinung?

Kommentieren? 12.08.2018
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading...

Weitere Artikel zum Thema:
Kommentare:
Diskutieren, Fragen & Erfahrungsaustausch:
Zu diesem Beitrag gibt es noch keine Kommentare. Schreib einen!
Dein Kommentar:
« Bahn-Klimaanlagen fallen seltener aus
» Baden-Württembergs Innenminister: Kindesmissbrauch härter bestrafen