24/7 Newsticker
Lammert warnt vor „virtueller Sprachbehörde“

Norbert Lammert, über dts Nachrichtenagentur

Foto: Norbert Lammert, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der frühere Bundestagespräsident Norbert Lammert (CDU) hat davor gewarnt, im politischen Raum vorschnell Sprachverbote aufzustellen. „Zunächst darf mal jeder so reden, wie ihm das Maul gewachsen ist“, sagte Lammert dem „Tagesspiegel“ (Sonntagsausgabe). Wenn Formulierungen von vornherein für unzulässig erklärt würden, lande man bei einer „virtuellen Sprachbehörde, die ich mir ungern vorstellen möchte“.

Allerdings müsse es umgekehrt jeder akzeptieren, wenn seine Wortwahl auf Kritik stoße. „Die gleichzeitige Erwartung, dass man sagen kann was man will, aber von Kritik nicht behelligt werden darf – diese Erwartung ist grotesk“, sagte der CDU-Politiker, der heute die parteinahe Konrad-Adenauer-Stiftung leitet. Zudem müsse sich jeder Inhaber eines öffentlichen Amtes bewusst sein, dass es einen Unterschied bedeute, ob „am Stammtisch, auf der Baustelle oder im Freundeskreis“ über ein Thema gesprochen werde oder aus einem Amt heraus.

Deine Meinung?

Kommentieren?
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading...

Weitere Artikel zum Thema:
Kommentare:
Diskutieren, Fragen & Erfahrungsaustausch:
Zu diesem Beitrag gibt es noch keine Kommentare. Schreib einen!
Dein Kommentar:
« Literaturnobelpreisträger V. S. Naipaul gestorben
» Oberbayern: Zwei Austauschstudenten ertrinken in Badesee