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Lebensmittelinspekteure bemängeln Ministeriumskantinen

Frühstück in einer Kantine, über dts Nachrichtenagentur

Foto: Frühstück in einer Kantine, über dts Nachrichtenagentur

Bonn (dts Nachrichtenagentur) – In den Kantinen des Arbeits- und des Landwirtschaftsministeriums sind beträchtliche Hygienemängel festgestellt worden. Laut eines Berichts des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ notierten Lebensmittelinspekteure, die die beiden Großküchen am Bonner Dienstsitz der Bundesministerien Anfang 2017 und 2018 untersuchten, mehrere Verstöße gegen die EU-Verordnung zur Lebensmittelhygiene. Demnach fielen in der Kantine des Arbeitsministeriums nicht nur Verschmutzungen im Gemüsekühlhaus auf, sondern auch Schwarzschimmel am Handwaschbecken.

Bei einem Prüftermin tropfte Kondenswasser von der Dunstabzugshaube „intervallmäßig“ in einen Kessel mit köchelndem Gemüsefond. Pikant sind auch Mängel in der Kantine des Landwirtschaftsministeriums, wo die Kontrolleure verdreckte Einlegeroste im Kühlschrank, fehlende Belege für Personalschulungen und nicht abgedeckte Lebensmittel im Kühlhaus kritisierten, so das Magazin. Ministerin Julia Klöckner (CDU), zuständig für gesundheitlichen Verbraucherschutz, hält diesen für ein „Schlüsselthema“ der Politik. „Frau Klöckner sollte zuallererst mal dafür sorgen, dass die Behörden solche Kontrollergebnisse offenlegen“, sagte Oliver Huizinga von Foodwatch dem „Spiegel“. „Auch die Mitarbeiter ihres Hauses haben ein Recht zu erfahren, wie es um die Sauberkeit in der Küche bestellt ist.“ Die Verbraucherschutzorganisation war über eine Auskunftsanfrage an die Berichte gekommen. Sie setzt sich für Transparenzpflichten auch bei Imbissen und Restaurants ein. Sprecher beider Ministerien sagten, die Betreiber der Kantinen hätten die Mängel inzwischen abgestellt.

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