24/7 Newsticker
Linken-Chef warnt Wagenknecht vor „Grenzüberschreitung“

Sahra Wagenknecht, über dts Nachrichtenagentur

Foto: Sahra Wagenknecht, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Linkspartei-Vorsitzende Bernd Riexinger kritisiert, dass Fraktionschefin Sahra Wagenknecht die Gründung der „Aufstehen“-Initiative nicht mit der Partei abgesprochen habe. „Ich halte es für selbstverständlich, dass man Projekte mit der Partei, für die man Fraktionsvorsitzende ist, umfassend diskutiert“, sagte Riexinger der „taz“ (Freitagsausgabe). Mehrere Einladungen, sich im Parteivorstand zu erklären, habe Wagenknecht ausgeschlagen.

„Sie hat sich leider bisher nicht zu einer Debatte im Parteivorstand durchringen können. Ich bedauere das“, sagte Riexinger. Die Initiative „Aufstehen“ haben Wagenknecht und ihr Ehemann Oskar Lafontaine zusammen mit weiteren Politikern und Kulturschaffenden gegründet. Als linke Sammlungsbewegung soll sie von außen Druck auf SPD, Grüne und Linkspartei machen und auf eine linke Mehrheit im Bundestag hinarbeiten. Riexinger lehnt diesen Versuch ab. „Einen Umweg wählen und von außen rumzukritisieren finde ich schräg – wieso nicht einfach als Fraktionsvorsitzende und Abgeordnete das tun, was naheliegt? Für die eigene Position in der Partei werben, bei der Basis, auf Parteitagen?“, sagte er. Sollte Wagenknecht versuchen, eine neue Partei zu gründen, sei das „ganz klar eine Grenzüberschreitung“.

Deine Meinung?

Kommentieren?
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading...

Weitere Artikel zum Thema:
Kommentare:
Diskutieren, Fragen & Erfahrungsaustausch:
Zu diesem Beitrag gibt es noch keine Kommentare. Schreib einen!
Dein Kommentar:
« Chancen auf viertes Mobilfunknetz sinken
» Leutheusser-Schnarrenberger gegen Justizschelte im Fall Sami A.