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Merkel-Nachfolge: Saarlands Ministerpräsident für AKK

Tobias Hans, über dts Nachrichtenagentur

Foto: Tobias Hans, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat sich für CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer als Nachfolgerin von Angela Merkel an der Spitze der Christdemokraten ausgesprochen. „Annegret Kramp-Karrenbauer hat in ihrer Arbeit als Generalsekretärin klar bewiesen, dass sie auch Parteivorsitzende sein könnte. Dass sie nun ihre Kandidatur um den Vorsitz erklärt hat, ist der konsequente nächste Schritt, und darüber freue ich mich – auch weil es ehrlich ist, das schon heute zu tun“, sagte Hans der „Welt“ (Dienstagsausgabe).

Als Ministerpräsidentin habe sie gezeigt, wie man als CDU noch mehr als 40 Prozent holen könne. „Sie kann Wahlen gewinnen, sie kann die Partei motivieren. Das ist das, was wir brauchen. Außerdem schadet es nichts, wenn es weiterhin einen guten Draht zwischen der Parteizentrale und dem Kanzleramt gibt.“ Den angekündigten Rückzug Merkels bezeichnete Hans als „noblen Schritt“. Hans äußerte die Erwartung, dass auch die anderen Parteien der großen Koalition die personelle Erneuerung vorantreiben, vor allem die CSU. „Fakt ist, dass Angela Merkel ein Beispiel gegeben hat, wie man nach einem schlechten Wahlergebnis Verantwortung übernimmt.“ Dieser Debatte werde sich auch die CSU stellen müssen. „Angela Merkel hat es geschafft“, so Hans, „einen selbstbestimmten Abgang als Parteivorsitzende zu gehen, das wünsche ich auch dem Kollegen Horst Seehofer.“ Zu einer möglichen Kandidatur des ehemaligen Fraktionschefs Friedrich Merz sagte Hans: „Für Erneuerung steht er nicht wirklich. Wir sollten aber mit allen Bewerbungen vernünftig umgehen. Wir brauchen einen Wettbewerb der Ideen.“ Hans erwartet, dass noch weitere Politiker ihren Hut in den Ring werfen. Eine Kampfkandidatur auf dem Parteitag in Hamburg sieht er gelassen: „Wir werden die Angebote in den Gremien prüfen und diskutieren. Eine Auswahl an Kandidaten, zwischen denen sich die Delegierten dann entscheiden, könnte eine der Lösungen sein. Ich hätte damit überhaupt kein Problem.“

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