• Home
  • Magazin
  • Men
  • Blog
  • Style
  • Finanzen
  • Gesundheit
  • Reise
  • Stars
  • Lifestyle
  • Sport
  • Tech
  • Wissen
  • Fragen
24/7 Newsticker

Patientenschützer strikt gegen Widerspruchslösung bei Organspende

Krankenhaus, über dts Nachrichtenagentur

Foto: Krankenhaus, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Deutsche Stiftung Patientenschutz lehnt die Einführung einer Widerspruchslösung bei der Organspende strikt ab. „Eine Neuausrichtung des Transplantationssystems ist überfällig“, sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Samstagausgaben). „Aber die Widerspruchslösung ist hier der falsche Weg. Sie ist zudem verfassungsrechtlich bedenklich.“

Brysch reagierte damit auf einen Vorstoß aus der Unionsfraktion. Fraktionsvize Georg Nüßlein (CSU) spricht sich in einem Positionspapier für eine „doppelte Widerspruchslösung“ aus. Abweichend von der bisherigen Praxis, wonach Organentnahmen nur bei ausdrücklicher Zustimmung möglich sind, wäre demnach grundsätzlich jeder ein potenzieller Spender – außer bei Widerspruch. Auch Angehörige soll im Fall der Fälle ein Veto einlegen können. Stiftungsvorstand Brysch sagte, das Recht auf Selbstbestimmung sei eines der höchsten Güter im Grundgesetz. „Schweigen heißt nicht Zustimmung. Jede Spende ist eine freiwillige und bewusste Entscheidung“, sagte er. „Es ist ethisch besonders wertvoll, einem anderen Menschen sein Organ und damit mehr Lebenszeit zu schenken.“ Es sei jedoch Zeit, dass der Gesetzgeber Verantwortung übernehme: „Das System muss in staatliche Hände gelegt werden. Der Bundestag hat die Regeln und Verteilungskriterien verbindlich festzulegen.“

Deine Meinung?

Kommentare:
  • Anonymous

    Eine Organentnahme ohne Zustimmung halte ich für äußerst bedenklich und geht nicht nicht mit dem Grundgesetz konform. Die Würde des Menschen ist unantastbar!

    Es ist dann auch keine Organspende mehr. Ich sehe darin eine Enteignung.

    Außerdem sind diese Menschen noch nicht gestorben, da eine Organentnahme an einem Toten nicht gemacht werden kann. Damit ist es Mord. Diese Menschen können sich nicht mehr wehren.

Dein Kommentar:
« Söder tritt Spekulationen über Schwarz-Grün in Bayern entgegen
» DAX bleibt am Mittag im Plus – Adidas überholt Finanzwerte