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24/7 Newsticker

Politologe Oberreuter: Merz könnte AfD-Wähler zurückgewinnen

Friedrich Merz am 31.10.2018, über dts Nachrichtenagentur

Foto: Friedrich Merz am 31.10.2018, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Ein möglicher neuer CDU-Vorsitzender Friedrich Merz könnte nach Einschätzung des Passauer Politikwissenschaftlers Heinrich Oberreuter zum Problem für die AfD werden. „Wenn Merz das sich heimatlos wähnende, der Union potentiell zugeneigte rechte Milieu bedient, wird das zwangsläufig auf Kosten der AfD gehen, die ihre Wahlerfolge nicht zuletzt diesen Heimatlosen verdankt“, sagte Oberreuter dem „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe). „Mit den Ultrarechten allein würde die AfD wahrscheinlich wenigstens im Westen die Fünf-Prozent-Grenze nicht sehr weit überspringen.“

Hälfte der der AfD-Wähler sind nicht gebunden

Jedenfalls sei die Hälfte der AfD-Wählerschaft „eigentlich nicht wirklich gebunden und daher fluide“, so Oberreuter. Sie seien nur deshalb zur AfD gegangen, weil die Partei Angebote mache, die andere nicht machten und die sie vermissten. „Mit gesellschaftspolitischem Konservatismus könnte Merz sie wieder ködern.“ Die AfD stellt sich derweil bereits darauf ein, dass Merz Anfang Dezember zum neuen CDU-Vorsitzenden gewählt wird, wie ein Papier nahelegt, welches die Bundestagsfraktion erarbeitet hat. In dem als „Strategie-Dossier Friedrich Merz“ bezeichneten Dokument, über welches das „Handelsblatt“ berichtet, werden die politischen Positionen des früheren Unions-Fraktionschefs unter die Lupe genommen.

Das Ziel ist, den AfD-Abgeordneten mittels einer „Stärke-Schwäche-Analyse“ eine „Angriffsstrategie“ für den „wahrscheinlichen Fall“ aufzuzeigen, dass Merz zum neuen CDU-Chef gewählt werden sollte. Ausgehend von der Feststellung, dass Merz keinen Neustart innerhalb der Union verkörpere, weil er etwa in den „Bereichen EU/Europa, Anti-Konservativismus und Transatlantik für ein Weiter-so des Merkel-Kurses“ stehe, empfiehlt die AfD-Fraktionsspitze, Merz „koordiniert“ in den einzelnen Themenbereichen „schrittweise inhaltlich anzugreifen“. Die Strategie dient dazu, heißt es in dem Papier, bei den Wählern ein „grundsätzlich unwohles Bauchgefühl zu seiner Person zu schaffen und seinen Neustart auf der Basis von Fakten endgültig unglaubwürdig zu machen“.

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