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Studie: Im Jahr 2025 fehlen 2,9 Millionen Fachkräfte

Arbeiter auf Gleisanlage, über dts Nachrichtenagentur

Foto: Arbeiter auf Gleisanlage, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Engpass an Fachkräften in Deutschland könnte sich laut einer aktuellen Studie künftig noch einmal deutlich verschärfen. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung des Beratungsunternehmens Prognos im Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (VBW), über die die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Freitagsausgabe) berichtet. Demnach würden im Jahr 2025 am deutschen Arbeitsmarkt 2,9 Millionen Fachkräfte fehlen.

„Die Fachkräftesicherung wird auch in Zukunft eine der großen Herausforderungen für die Unternehmen bleiben“, sagte der VBW-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Auf absehbare Zeit sei „keine Entspannung zu erwarten“. Besonders deutlich werde sich der Mangel unter den beruflich qualifizierten Fachkräften zeigen, heißt es in der Analyse. So werde es im Jahr 2025 rund 570.000 Akademiker mehr geben als heute, zugleich aber 2,1 Millionen beruflich Qualifizierte weniger. Ihr Anteil an der Fachkräftelücke steige dann auf mehr als 80 Prozent. Die Nachfrage nach Fachkräften mit beruflichem Abschluss könne schon in einigen Jahren „flächendeckend nicht bedient werden“, warnte Brossardt. Unter Hochschulabsolventen entstehe in einigen Fachrichtungen hingegen sogar ein Überschuss an Arbeitskräften. Um die drohende Fachkräftelücke zu schließen oder zumindest zu verringern, gilt es aus Sicht der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft nun insbesondere, die Erwerbsbeteiligung von Frauen und älteren Menschen weiter zu erhöhen. Helfen könnte darüber hinaus, wenn Teilzeitbeschäftigte ihre Arbeitszeit erhöhen würden, sagte der VBW-Hauptgeschäftsführer. Schließlich müssten durch gezielte Um- und Weiterbildungen die Beschäftigungschancen beispielsweise von Arbeitslosen verbessert werden. „Gelingt es nicht, den Fachkräftebedarf über geeignete Maßnahmen zu decken, können Produktions- und Wachstumspotenziale nicht ausgeschöpft werden“, sagte Brossardt der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Investitionen am Standort müssten unterbleiben“, so der VBW-Hauptgeschäftsführer weiter.

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