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Studie: Keine Retraditionalisierung der Rollenverteilung

Vater, Mutter, Kind, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Vater, Mutter, Kind, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Coronakrise führt anscheinend doch nicht zu der befürchteten Retraditionalisierung der Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern. Das zeigen neue Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP), über welche „Zeit-Online“ berichtet. Zwar verrichten Frauen in der Pandemie demnach weiterhin den Großteil der Hausarbeit und Kinderbetreuung, aber die Männer bringen sich deutlich stärker ein als vor der Krise.

Sie haben ihren Anteil an der Familienarbeit durchschnittlich um 120 Prozent gesteigert, wenngleich sie von einem deutlich niedrigeren Niveau kommen als die Frauen. Die zusätzliche Hausarbeit und Kinderbetreuung in der Corona-Zeit teilen sich beide Geschlechter sogar weitgehend partnerschaftlich auf: Beide verrichten etwa eine halbe Stunde mehr Zeit im Haushalt pro Tag und verbringen knapp 2,5 Stunden mehr Zeit mit den Kindern. Frauen wendeten der Studie zufolge im April durchschnittlich 7,5 Stunden an einem Werktag für die Kinderbetreuung auf, 2,5 Stunden verbrachten sie mit Hausarbeit. Die Männer übernahmen im Schnitt vier Stunden lang die Kinder und halfen 1,5 Stunden im Haushalt mit. Vor der Krise im Jahr 2019 waren die Frauen im Schnitt fünf Stunden am Tag mit Kinderbetreuung beschäftigt, hinzu kamen täglich gut zwei Stunden Hausarbeit. Die Männer hingegen wandten zwei Stunden für die Betreuung des Nachwuchses auf und kümmerten sich eine knappe halbe Stunde am Tag um Hausarbeiten. Außerdem zeigt sich, dass viele Paare mit dem Familienleben seit Beginn der Pandemie zufriedener geworden sind. Die Forscher vermuten, dass viele Familien die zusätzliche gemeinsame Zeit miteinander genießen. Für die Analyse wurden Daten von 10.000 Befragten ausgewertet, die seit April für die sogenannte SOEP-CoV-Studie regelmäßig telefonisch befragt werden, und mit Daten zur Arbeitsteilung in Familien aus dem Vorjahr verglichen.

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