Studie
Darum sind Roboter keine Job-Killer

Bedrohen Roboter unsere Arbeitsplätze?

Bedrohen Roboter unsere Arbeitsplätze? (Foto: Phonlamai Photo | Shutterstock)

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Automatisierung der deutschen Industrie hat keine Arbeitsplätze gekostet. Das berichtet die „Bild“ (Dienstag) mit Verweis auf eine Studie des Düsseldorfer Instituts für Wettbewerbsforschung (DICE). Demnach wurde zwischen 1994 und 2014 der Bestand an Industrie-Robotern um 131.000 auf 170.000 ausgeweitet.

Roboter als Lohndrücker?

Das habe zwar zum Abbau von 275.000 Industrie-Arbeitsplätzen geführt. Allerdings seien gleichzeitig Dienstleistungs-Jobs im selben Umfang entstanden, so die Forscher. „Im Gegensatz zum Gerede in der öffentlichen Debatte sind Roboter sind keine großen Job-Killer. Aber sie haben zu einer Umverteilung der Arbeitsplätze geführt“, zitiert die „Bild“ die Forscher um den Arbeitsmarkt- und Globalisierungsexperten Jens Südekum. Allerdings drücke die Automatisierung vor allem bei Facharbeitern auf die Löhne. „Bei Akademikern im Management haben wir dagegen steigende Einkommen festgestellt“, sagte Südekum.

Kommentar

Ich denke, kreative Menschen mit einem hohen Ausbildungsstand müssen sich wenig Sorgen machen. Automatisierung wird vor allem dort greifen, wo Jobs einfach in wiederkehrende Prozesse zu gießen sind. Abwechslungsreiche Beschäftigungen, die einen hohen Grad an Kreativität erfordern, sind nur mit hohen Kosten automatisierbar, die den Preis der menschlichen Arbeitskraft übersteigen.

Die Menschheit wird sich nicht kampflos ergeben

Darüber hinaus wird die Menschheit nicht die Hände in den Schoß legen und sich von Robotern „bedienen“ lassen. Wir werden neue Wege finden, unsere Stärken zu nutzen. Einige Wissenschaftler gehen außerdem davon aus, dass die Menschheit sich selbst technologisch aufrüsten wird und dann Robotern wieder überlegen sein wird.

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Kommentieren? 22.09.2017
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