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Teuteberg will keinen Schlussstrich unter DDR-Aufarbeitung ziehen

DDR-Verbotsschilder, über dts Nachrichtenagentur
Foto: DDR-Verbotsschilder, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg will auch 30 Jahre nach dem Mauerfall keinen Schlussstrich unter die Aufarbeitung der DDR-Zeit ziehen. Es sei immer wichtig, sich zu erinnern und die eigene Herkunft zu kennen, „um Fehler nicht zu wiederholen“, sagte Teuteberg in der Sendung „Frühstart“ der RTL/n-tv-Redaktion. Man solle sich erinnern und „transparent aufarbeiten“.

Gerade als Ostdeutsche habe sie eine besondere „Sensibilität dafür, dass die Freiheit, in der wir leben nicht selbstverständlich ist“, so die FDP-Generalsekretärin weiter. Sie könne gut nachvollziehen, dass Menschen sich an ihr persönliches Leben erinnern. „In der DDR gab es Leistung und Anstand von Menschen trotz und nicht wegen des politischen Systems“, sagte Teuteberg. Viele könnten stolz darauf sein, dass sie unter „schwierigen Bedingungen etwas geleistet haben und sich anständig verhalten haben“. Dies sei aber „kein Grund, die erschwerten Bedingungen schönzureden“. Man müsse „klar unterscheiden zwischen Demokratie und Diktatur, sonst werden wir auch die Demokratie nicht zu schätzen wissen“, so die FDP-Politikerin weiter. Trotz 40 Jahren der Trennung gebe es „sehr viel mehr Verbindendes zwischen allen Deutschen, in Ost und West und Nord und Süd“. Und es gebe die normalen Unterschiede die man „gar nicht so dramatisieren muss“. Deswegen sollte man „einigen politischen Köpfen nicht durchgehen lassen, ständig Mauern zu erfinden in den Köpfen, die als politischen Geschäftsmodell zu bewirtschaften und unser Land zu spalten, weil sie davon politisch profitieren“, so Teuteberg. Zugleich appellierte sie daran, mit Blick auf den Osten Deutschlands nicht „immer nur über wirtschaftliche Kennzahlen und Fördergelder“ zu sprechen. Vielmehr gelte es nachzuholen, „was offenbar in den letzten 30 Jahren nicht genug passiert ist, uns respektvoll und sachlich über die verschiedenen Erfahrungen und Prägungen auszutauschen“, sagte die FDP-Generalsekretärin. Man sollte schauen, wie man „aus den Stärken Ostdeutschlands noch mehr machen“ könne und was „wirklich zielgerichtete Politik“ sei, die Chancen „auch in strukturschwächeren Regionen“ verbessere. Angesichts der schwierigen Regierungsbildung in Thüringen schloss Teuteberg eine Koalition mit der Linkspartei aus: „Für uns kommt eine Zusammenarbeit in Form von Koalitionen nicht in Betracht“, sagte sie. Bei den Linken sehe sie Positionen, „die völlig unvereinbar sind mit unseren Vorstellungen von der Politik der Freien Demokraten“, so die FDP-Politikerin weiter. So wolle die Linkspartei eine andere Republik sowie eine andere Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung. Gleichwohl aber sei „wichtig, dass verschiedene demokratische Parteien grundsätzlich gesprächsbereit sind und manchmal koalitionsfähig, aber eben nicht mit jedem“, sagte Teuteberg in der Sendung „Frühstart“ der RTL/n-tv-Redaktion. Es gehöre auch zur staatspolitischen Verantwortung, „nicht beliebig zu sein“.

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