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Umfrage: 36 Prozent wünschen sich Grünen-Kanzlerkandidaten

Annalena Baerbock und Robert Habeck, über dts Nachrichtenagentur

Foto: Annalena Baerbock und Robert Habeck, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Mehr als jeder dritte Bundesbürger findet, dass die Grünen bei der nächsten Bundestagswahl einen eigenen Kanzlerkandidaten aufstellen sollten. Das ist ein Ergebnis des vom Umfrageinstitut YouGov erhobenen aktuellen „Wahlmonitors“ im Auftrag des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“. 41 Prozent sind demnach dagegen.

Bei einer Wahl zwischen den beiden Parteivorsitzenden Robert Habeck und Annalena Baerbock hätte der Kieler mit 26 Prozent die Nase vorn (Baerbock 15). 20 Prozent fänden, wenn, dann sollten es ganz andere machen. Unterdessen finden 36 Prozent der Bundesbürger, dass die SPD bei der nächsten Bundestagswahl auf einen eigenen Kanzlerkandidaten oder eine -kandidatin verzichten sollte. Ohne SPD-Kanzlerkandidaten können insbesondere die Wähler über 45 Jahren leben (78 Prozent) sowie potenzielle Wähler von AfD (66), FDP (51) und Union (46) und zehn Prozent der eigenen Wähler. Die Ablehnung ist im Osten mit 39 Prozent höher als im Westen (28). 38 Prozent der Bundesbürger würden es dagegen begrüßen, wenn die SPD einen Kanzlerkandidaten oder eine -kandidatin benennt. Das meinen 75 Prozent der eigenen potenziellen Wähler, aber auch 50 Prozent der Grünen-Wähler und 44 Prozent der Linken-Wähler. In der Sonntagsfrage konnten die drei Regierungsparteien CDU, CSU und SPD Ende November leicht an Rückhalt bei den Bürgern zurückgewinnen. So können CDU/CSU mit 27 Prozent Zustimmung rechnen, wenn an diesem Sonntag Bundestagswahl wäre. Das entspricht einem Plus von zwei Prozentpunkten gegenüber der letzten Umfrage Anfang des Monats. Die SPD käme auf 15 Prozent (+ein Prozentpunkt). Auch bei den von den Bundesbürgern bevorzugten Regierungsbündnissen kann die derzeit regierende große Koalition wieder punkten. 20 Prozent der Befragten (+fünf Prozent gegenüber Anfang November) können sich die Wiederauflage der GroKo eher oder voll und ganz vorstellen. Elf Prozent wissen es nicht. Zwar überwiegen die GroKo-Gegner mit 46 Prozent, es sind jedoch sechs Prozent weniger als zum Monatsbeginn. 23 Prozent wären teilweise für das Bündnis aus CDU/CSU und SPD. Bei den Oppositionsparteien können sich Grüne mit 21 Prozent und Linke mit zehn Prozent stabil behaupten, die FDP verliert einen Prozentpunkt und landet bei neun Prozent. Der lange Höhenflug der AfD setzt sich nicht fort: Die stärkste Oppositionspartei im Bundestag erhält noch 14 Prozent Zustimmung (-zwei Prozentpunkte). Eine Jamaika-Koalition aus CDU/CSU, Liberalen und Grünen wünschen sich 17 Prozent der Wahlbürger (-ein Prozent), 49 Prozent (-ein Prozent) lehnen diese Konstellation völlig oder eher ab. Elf Prozent wissen nicht, was sie von solch einem Bündnis halten sollen, 23 Prozent könnten es sich teilweise vorstellen. YouGov befragte für die Erhebung in der Zeit vom 23 bis zum 27. November 2.065 Bundesbürger im Wahlalter.

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