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ZDF-Chefredakteur kritisiert AfD-Weidels Talkshow-Abgang

Peter Frey, über dts Nachrichtenagentur

Foto: Peter Frey, über dts Nachrichtenagentur

Mainz (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem abrupten Abgang von AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel in der ZDF-Sendung „Wie geht`s, Deutschland?“ hat ZDF-Chefredakteur Peter Frey heftige Kritik an dem Auftritt Weidels geübt. „Wer austeilt, muss auch einstecken können“, sagte Frey am Mittwoch der „Bild“. Das gehöre zur Diskussionskultur in Talksendungen.

Sendungsflucht als Wahlkampfmittel?

„Eine Livesendung zu verlassen, bringt zwar Aufmerksamkeit, verhindert aber eine politische Auseinandersetzung in der Sache.“ Die Kritik an der Moderatorin Marietta Slomka wies Frey mit Nachdruck zurück. „Marietta Slomka hat die Runde mit sieben Politikern und sechs Bürgern fair und gelassen moderiert. Ich hoffe, dass bei künftigen Wahlformaten nicht Inszenierungen, sondern der politische Streit im Mittelpunkt steht.“ Unterdessen bezeichnete der Medienwissenschaftler Jo Groebel den Ausstieg Weidels aus der ZDF-Runde als Wahlkampftaktik. „Der Eklat ist im Meer politischer Auftritte und Botschaften besonders während des Wahlkampfs natürlich ein naheliegendes Mittel, Aufmerksamkeit, Schlagzeilen, Emotionen und gegebenenfalls auch die Bestätigung von Opferrolle und `Ausgrenzung` durch die `Etablierten` zu bekommen“, sagte Groebel „Heilbronner Stimme“ (Donnerstagsausgabe). „Das polarisiert und festigt die eigenen Reihen und Anhänger.“ Weidel und AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland hatten Slomka nach der Sendung vorgeworfen, „parteiisch und vollkommen unprofessionell“ zu sein.

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1 Kommentar 06.09.2017
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Kommentare:
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  • 🕝 Anonymous

    Frage: von wem wird dieser Schmierlappen bezahlt?
    Antwort: Von Steuergeldern! GEZ
    Also ist es kein Wunder das er seinen Gönnern
    Bis zum Anschlag im Allerwertesten steckt.
    Und wenn seine Moderatorin mit anderen politischen Richtungen ausser dem Groko, SED Einheitsbrei nicht klar kommt, dann soll sie die Sendung mit der Maus moderieren.

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