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Zweifel an Kompetenz des Verkehrsministeriums für Games-Förderung

Spielkonsole, über dts Nachrichtenagentur

Foto: Spielkonsole, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Grünen und der Kulturrat haben deutliche Zweifel an der Zuständigkeit für die Computerspieleförderung innerhalb der Bundesregierung angemeldet. Es stelle sich die Frage, „bei welchem Erfolgsprojekt sich das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur die erforderliche Kompetenz erarbeitet hat, die Games-Förderung zu betreuen“, sagte die Grünen-Digitalpolitikerin Tabea Rößner dem „Handelsblatt“. Das Verkehrsministerium hob dagegen die eigene Expertise hervor.

So verfüge man „durch die jahrelange Betreuung des Deutschen Computerspielepreises über vertiefte Kenntnisse der Games-Branche“, heißt es in einem Schreiben des Parlamentarischen Staatssekretärs Steffen Bilger (CDU) an Rößner, über welches das „Handelsblatt“ berichtet. Laut Bilger erarbeitet das Verkehrsministerium derzeit die Richtlinie für die Games-Förderung. „Dabei werden künstlerische Kriterien berücksichtigt.“ Rößner zeigte sich verwundert über die Argumentation Bilgers. Wenn „vertiefte Kenntnisse“ im Ministerium vorhanden seien, wieso werde dann der Computerspielepreis ab dem kommenden Jahr wieder vom Kanzleramt koordiniert, fragte sie. „Sollte dieser Logik folgend nicht eigentlich die gesamte Computerspieleförderung über das Kanzleramt abgewickelt werden, analog zur Filmförderung, die nun endlich wieder aus nur einer Hand kommt?“ Beim Verkehrsministerium habe die Computerspiel-Förderung jedenfalls „nichts zu suchen“. Das sieht auch der Deutsche Kulturrat so. „Der Computerspielepreis wie auch die Games-Förderung gehören in das Haus der Kulturstaatsministerin, weil es sich um eine Kulturförderung handelt“, sagte der Geschäftsführer des Spitzenverbands der Bundeskulturverbände, Olaf Zimmermann, dem „Handelsblatt“. Leider habe die Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) in der vergangenen und in dieser Legislaturperiode nicht zugegriffen. „Das war ein Fehler.“

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