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Michael Jackson: Der Leibarzt und die Anklage wegen Totschlags

Michael Jackson

Michael Jackson (Foto: Vicki L. Miller | Shutterstock)

Update: Polizei und Staatsanwaltschaft dementieren Haftbeschluss

In diesem Artikel: Gegensätzlich zu diesen Berichten hat ein Pressesprecher der Bezirksanwaltsschaft von Los Angeles, den vermeintlichen Haftbeschluss dementiert: „Bis die Polizei ihre Ermittlungen abgeschlossen hat und die Ergebnisse der Anwaltschaft vorgelegt hat, bleibt es ungewiss, welche Anklagepunkte gegen wen hervorgebracht werden.“ Auch der zuständige Bezirksstaatsanwalt hat die berichte inzwischen als unzutreffend zurückgewiesen.

Lesezeit: 4 Minuten

Originalbericht:

Berichten von US-Medien zufolge wird Michael Jacksons Leibarzt Dr. Conrad Murray in den kommenden zwei Wochen wegen Totschlag angeklagt werden.

Verhaftet die Polizei Michael Jacksons Leibarzt?

Polizeiliche Ermittler, die den plötzlichen Tod der Pop-Ikone untersuchen, planen angeblich den Arzt zu verhaften, weil er Jackson verschreibungspflichtige Medikamente verabreicht haben soll – unter anderem das starke Betäubungsmittel Propofol, das am. 25. Juni zu Jacksons Tod geführt haben soll.

„Fox News“ berichtet, dass die Ermittler vor der Festnahme eine weitere Durchsuchung durchführen – angeblich in einer Apotheke in Los Angeles – um weitere Beweise zu sammeln.

Mord vs. Todschlag

Murray, der schon kurz nach Jacksons Tod zugegeben haben soll, dem Sänger das in diesem Fall todbringende Medikament gespritzt zu haben, sollte ursprünglich des Mordes mit bedingtem Vorsatz angeklagt werden. Die Ermittler befürchten jedoch, dass sie dafür nicht genügend Beweismittel haben.

Weiterer Arzt Michael Jackson unter Anklage?

Dr. Arnold Klein, Jacksons Hautarzt, wird voraussichtlich ebenfalls mit einer Klage wegen Fehlbehandlung des „Thriller“-Interpreten hinsichtlich dessen Medikamentenmissbrauchs rechnen müssen. Ermittlungen in diesem Fall sind noch im Gange.

Michael Jacksons Leibarzt Dr. Murray veröffentlicht Video

Vor wenigen Tagen veröffentlichte Dr. Murray ein kurzes Video im Internet, in dem er zum ersten Mal über Jacksons Tod sprach. „Ich tat alles, was in meiner Macht stand“, erklärte er. „Ich habe die Wahrheit gesprochen und vertraue darauf, dass die Wahrheit ans Licht kommen wird. Weil all das hier vor sich geht, habe ich Angst, ans Telefon zu gehen oder E-Mails zu schreiben. Deshalb habe ich dieses Video aufgenommen, um euch wissen zu lassen, dass ich eure Nachrichten bekommen habe.“

Ärztin erhielt Todesdrohungen

In der Zwischenzeit erhielt eine Ärztin, die im Zusammenhang mit Jacksons Tod verhört wurde, Todesandrohungen, die besagten, sie solle nicht mit der Polizei reden.

Zu Lebzeiten der Musiklegende soll Dr. Susan Etok gebeten worden sein, Jackson mit Medikamenten zu versorgen, was sie jedoch ablehnte. Die furchterregenden Nachrichten, die sie nun erhält, nimmt sie derweil auf die leichte Schulter: „Ich nehme sie nicht wirklich ernst“, sagt sie unbeeindruckt.

„Entertainment Tonight“ erklärte sie, warum sie von der Polizei befragt wurde: „Sie wollten im Grunde nur Hintergründe bezüglich dessen, was mit Michael und allen Betroffenen vor sich ging.“

Dr. Murray

Dr. Conrad Murray war Kardiologe und seit Jahren Michael Jacksons Leibarzt. Er war es auch, der Jackson in der Todesnacht zu reanimieren versuchte. Die Polizei ermittelt, in welchem Zusammenhang er mit dem Tod Michael Jacksons stand. Berichten von US-Medien zufolge, soll Michael Jackson 150.000 Dollar monatlich für die Dienste des Herzspezialisten bezahlt haben.

Propofol

Propofol ist ein Narkosemittel, das in der Intensivmedizin (künstliches Koma) und bei schmerzhaften Untersuchungen (Darmspiegelung) eingesetzt wird. Propofol gilt bei fachgerechter Überwachung als sehr sicher.

Michael Jackson

Geburtsdatum: 29.08.1958
Geburtsort: Gary (Indiana, USA)
Nationalität: us-amerikanisch
Sternzeichen: Jungfrau
Körpergrösse: 1,78 m
bürgerlicher Name: Michael Joseph Jackson
Spitzname: Jacko, King of Pop, MJ
Haarfarbe: braun (schwarz gefärbt)
Augenfarbe: dunkelbraun

Michael Jackson ist ein us-amerikanischer Sänger und Songwriter. Seinen Spitznamen „King of Pop“ trägt Michael Jackson ganz sicher nicht zu unrecht. Er hat über 400 Millionen Tonträger verkauft und gilt damit als einer der erfolgreichsten Musiker überhaupt. Allein sein Erfolgsalbum „Thriller“ von 1982 verkaufte sich 60 Millionen mal und ist bis dato (3/2009) das meist verkaufte Musikalbum der Welt.

Anm.d.Red: Wie erwartet geht das Rätselraten, um die Schuldfrage im Todesfall Michael Jackson weiter. Es bleibt die Frage: Kann man wirklich einen Arzt zur Rechenschaft ziehen, wenn er einem Süchtigen Linderung verschafft hat? Muss ein Leibarzt den Drogentherapeuten ersetzen? Was darf man im Notfall verabreichen? Klar ist, dass die Ermittelungen Michael Jackson nicht wieder lebendig machen werden. Aber vielleicht werden sie mehr Licht auf Bereiche seines Lebens werfen, die bisher im Verborgenen blieben. Und es besteht die kleine Hoffnung, dass das anderen Menschen hilft, die in einer ähnlichen Situation stecken.

18 Kommentare 26.09.2019
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Kommentare:
Diskutieren, Fragen & Erfahrungsaustausch:
Zu diesem Beitrag gibt es schon 18 Kommentare. Diskutiere mit!
  • 🕝 Sebastian

    Ich glaube in dieser Michael Jackson Geschichte nichts mehr, für das es keine klaren Beweise gibt. Die Redaktionen laufen auf Hochtouren und die Geschichtenerfinder scheinen im Sommerloch Hochkonjunktur zu haben.

    Selbst wenn Dr. Murray angeklagt wird, glaube ich kaum, dass die Klage Erfolg haben wird.

    Wie zieht man einen Arzt zur Rechenschaft, der seinem Patienten geholfen hat? Das kann doch höchstens ein Zivilprozess um mögliche „Kunstfehler“ werden.

  • 🕝 Alex

    Warum berichtet Ihr solches Zeug dann, wenn es schon kurz danach dementiert wird. Muss man wirklich jedes Gerücht über die Seite bügeln?

  • 🕝 Sina (25, Berlin)

    @Alex

    Wir beziehen unsere Nachrichten von grossen, internationalen Nachrichtenagenturen. Und wenn so eine Gerücht in die Welt gesetzt wird, werden wir es zumindest erwähnen. Gerüchte und fremde Berichte sind bei uns ja immer als solche gekennzeichnet. Auch gerade deshalb, damit jeder Leser sich selbst eine Meinung bilden kann.

    Dass das im Fall Michael Jacksons sehr schwierig ist, siehst Du daran, dass es auch uns so geht.

  • 🕝 Alex

    Dass Jacko tot ist, hat wenig mit seinen Ärzten zu tun. Er ist ein Opfer seines eigenen Erfolges.

    Ich denke nicht, dass es die Aufgabe einen Hausarztes ist, seinen Patienten psychologisch zu therapieren.

  • 🕝 Lexxi

    Welche Chance hatte Murray denn, sich Michael Jackson zu widersetzen? Gerettet hätte er ihn damit jedenfalls nicht. Der hätte doch sofort 10 neue Ärzte gehabt.

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