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Paul Newman ist tot

Da geht einer der ganz Großen Hollywoods: Am Freitag, den 26. September, starb Paul Newman auf seiner Farm in der Nähe von Westport, Conneticut, USA. Der 83-Jährige war vor Jahren an Lungenkrebs erkrankt.

Sein Sprecher gab bekannt, dass die Filmlegende sich im Beisein seiner Familie verabschiedet hat: Seine Frau Joanne Woodward, mit der Newman 50 Jahre lang verheiratet gewesen war, und seine fünf Töchter saßen an seinem Bett.

In einem Statement von seinen Kindern heißt es: „Paul Newman hat viele unvergessliche Rollen gespielt. Aber diejenige, auf die er am stolzesten war, erzielte keine Verkaufsrekorde – treuer Ehemann, liebender Vater, verehrter Großvater und hingebungsvoller Menschenfreund.“

Der Oscargewinner war schwer an Lungenkrebs erkrankt und musste regelmäßig zur Chemotherapie. Letzten Monat wurde bekannt, dass Newman sich gewünscht hatte, zu Hause sterben zu dürfen: Die Ärzte hatten ihm bestätigt, dass er nur noch einige Woche zu Leben habe.

Newman, der für sein blauen Augen und sein raues Äußeres bekannt war, gehört zweifelsohne zu den größten Legenden Hollywoods. Er spielte Rollen in Klassikern, wie ‚Zwei Banditen’, ‚Der Clou’, ‚Haie der Großstadt’ und ‚Der Unbeugsame’. Insgesamt 10 Mal wurde er für den Oscar nominiert, den er 1987 für die Verkörperung von Fast Eddie Felson in ‚Die Farbe des Geldes’ auch gewann.

2007 zog sich Newman dann aus dem Filmgeschäft zurück. Er sagte damals: „Ich kann nicht mehr auf dem Level arbeiten, auf dem ich es gerne tun würde.“ Damit meinte er vor allem seinen geistigen Zustand. „Du fängst an dein Gedächtnis zu verlieren, du verlierst dein Selbstbewusstsein und deinen Erfindungsreichtum“, erklärte er.

Außer als bester Schauspieler wurde Newman 1986 auch für seine „zahlreichen und erinnerungswürdigen und fesselnden Filmrollen“ mit einem Oscar ausgezeichnet.  1994 wurde ihm während der Goldmann-Veranstaltung zusätzlich der ‚Jean Hersholt Menschlichkeits-Award’ für seine Wohltätigkeitsarbeit verliehen: Gemeinsam mit dem Schriftsteller A. E. Hotchner hatte Newman 1982 die Firma ‚Newman Own’ gegründet, die die Gewinne aus ihren Verkäufen für wohltätige Zwecke einsetzte. Die Wohltätigen Taten des Amerikaners lassen sich nur schwer aufzählen. Über die Jahre hinweg spendete Newman über 171 Millionen Euro an Bedürftige. Aber damit nicht genug: 1988 gründeten er und seine Frau das ‚Hole in the Wall Gang Camp’, ein Ferienlager, in dem kranke Kinder den Sommer genießen können – umsonst. Das Lager liegt in Ashford, Conneticut, USA, und ist nach der Gang auf Newmans Film ‚Zwei Banditen’ benannt. Inzwischen gibt es weitere Camps in den USA, in Irland, Frankreich und Israel.

Seit seinem Film ‚Winning’ von 1969, in dem Newman einen Rennfahrer mimte, war der Schauspieler besessen vom Motorsport. Er fuhr in der Amateurliga um die Wette und gewann 1976 seinen ersten Titel. Ein Jahr später stieg er zu den Profis auf. 1979 ging Newman beim berühmten 24-Stunden-Rennen in Le Mans, Frankreich, an den Start und wurde Zweiter. Berauscht von diesem Erfolg gründete Newman gemeinsam mit Carl Haas 1983 sein eigenes Rennteam, ‚Newman/Haas Racing’.

Seine Kollegen aus der Traumfabrik sind geschockt von der Nachricht seines Todes. Julia Roberts, die an seiner Seite in ‚Zwei Banditen’ zu sehen ist, beschreibt Newman als „einen Held“. Sein Co-Star aus ‚Der Clou’, Robert Redford sagte: „Es gibt einen Punkt, an dem Gefühle über Wörter hinausgehen. Ich habe einen wahren Freund verloren. Mein Leben – und Amerika – war besser mit ihm darin.“ Schauspielkollege Kevin Spacey äußerte sich: „Paul Newman war ein großer, bescheidener Gigant. Er setzte seinen Ruhm dafür ein, anderen zu helfen und wollte keine Gegenleistung. Er sollte jedem im Filmgeschäft als Vorbild dienen.“

Newman hinterlässt seine Frau und ihre drei erwachsenen Töchter, Elinor ‚Nell’ Teresa, Melissa ‚Lissy’ Stewart und Claire ‚Clea’ Olivia. Seine zwei Töchter Susan und Stephanie stammen aus erster Ehe mit Jackie Witte, von der er sich 1957 scheiden ließ. Der Sohn der beiden, Scott, starb 1978 an einer Überdosis von Alkohol und Valium. Nach diesem tragischen Vorfall gründete Newman die ‚Scott Newman Foundation’: Eine Organisation, die Anti-Drogen-Filme produzierte und es sich zum Ziel machte, Jugendliche vom Experimentieren mit solchen Substanzen abzuhalten.

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