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Blogosphäre – was ist das?

Blogosphäre – vom Hobby zum Zweitleben

Die Blogosphäre ist die digitale Bibliothek aller Weblogs. Das Wort „blog“ ist die Verbindung aus We-B- und LOG und kam Mitte der 1990er Jahre zur Zeit der ersten Kinderschritte des Web 2.0 auf. Was als Online-Tagebuch-Sammlung und somit als Hobby für Kreative, Halbtagsjournalisten, Wiki-Isten (Wiki: Ausdruck für Web-Inhalte, die von den Nutzern im Netz geändert werden können.) begann, ist heute zum Sprungbrett für die jungen Wilden der Literaturszene und zum Zweitleben geworden.

Blogosphäre: Sehr heterogen

Es gibt keine allgemeingültige Studie für eine allumfassende Blogosphäre, da sich kulturelle, soziodemographische und sprachliche Differenzierungen nicht vermeiden lassen. Dennoch beweisen Studien deutschsprachiger Blogs, dass viele Nutzer selbsterlebtes hier wie in einem Journal veröffentlichen und dass es verschiedene Gruppen von Usern gibt. Es gibt die Omniinteressierten, eine große Gruppe, die eigene Blogs betreibt, fremde liest und die Blogosphäre vorantreibt. Außerdem gibt es einen großen Anteil Voyeure, die das Leben fremder – fiktiv oder realistisch – online verfolgen und die so manchem Autor zu größeren Erfolgen verholfen haben, da es so manch einen „prominenten“ Blogger gibt. Die Blogosphäre bietet also Platz für Mitteilungsbedürftige, für Interessierte und für Informationen. Mehr als zwei Drittel der Blogger (verschiedene Umfragen, deutschsprachig wie auch international [singapore internet research paper]) gaben an, zur eigenen Unterhaltung in ihrer Freizeit zu schreiben. Weniger als 30% der Befragten erklärten, dass sie Informationen und Bildung anderen zugänglich machen wollen.

Blogosphäre: Subjektives Märchenbuch?

Dies zeigt, dass die Blogosphäre immer als subjektives Märchenbuch gesehen werden sollte, denn sowohl im moralischen als auch rechtlich Sinne sind die Inhalte der einzelnen Blogs weder verbindlich, noch geprüft, noch direkt geschützt. Aber mit Sicherheit unterhaltsam.

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  • 🕝 studi

    […]Was Mitte der 90er Jahre als “Online-Tagebücher” für private Erlebnisse und persönlichen Erfahrungen startete, änderte sich jedoch schlagartig, als Blogs auch immer häufiger geschäftlich eingesetzt wurden. Ausgewählte Inhalte werden z.B. in sogenannten Coporate-Blogs oder durch ”Berufs-Blogger” zu Werbezwecken ins Social Web geblasen und einer breiten Öffentlichkeit vor die Nase gehalten.[…]

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